Bundesärztekammer will Sitz im Bundesausschuss

Die BÄK will mitreden, wo über die Patientenversorgung entschieden wird.

Veröffentlicht:
BÄK-Vorstand Windhorst: Mehr ärztlichen Sachverstand in den GBA bringen.

BÄK-Vorstand Windhorst: Mehr ärztlichen Sachverstand in den GBA bringen.

© ÄKWL

KÖLN (iss). Die Bundesärztekammer (BÄK) möchte als stimmberechtigtes Mitglied an Entscheidungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) beteiligt werden.

Einen entsprechenden Beschlussantrag wird der BÄK-Vorstand auf dem Deutschen Ärztetag in Kiel zur Abstimmung stellen, sagte Vorstandsmitglied Dr. Theodor Windhorst der "Ärzte Zeitung".

Außerdem haben BÄK-Präsident Professor Jörg-Dietrich Hoppe und der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) Dr. Andreas Köhler einen Brief an Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr geschrieben, damit die Beteiligung der BÄK im Versorgungsgesetz geregelt wird.

"Wir müssen die Verantwortung übernehmen und wichtige Entscheidungen für Ärzte und Patienten mittragen", sagt Windhorst. Die BÄK vertrete als einzige Institution die Interessen der Gesamtärzteschaft. Er bezeichnete es als nicht akzeptabel, dass zurzeit die Klinikärzte bei Fragen der stationären Versorgung nicht stimmberechtigt seien.

"Wir brauchen mehr ärztlichen Sachverstand in den Entscheidungen des Gemeinsamen Bundesausschusses", sagt Windhorst, der als unparteiischer Stellvertreter des Vorsitzenden Dr. Rainer Hess im GBA aktiv ist.

Gerade wenn es künftig um die sektorübergreifende Qualitätssicherung gehe, sei die Mitwirkung der BÄK sinnvoll. Der GBA müsse wieder näher an die Versorgung heranrücken und nicht losgelöst agieren, so Windhorst.

Nach den Vorstellungen der BÄK sollten im Bundesausschuss künftig auch je ein Vertreter von Bundeszahnärzte- und Bundespsychotherapeutenkammer die Versorgerbank bestehend aus KBV (2), Deutscher Krankenhausgesellschaft (2) und Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (1) verstärken. Ihnen sollten acht Vertreter des GKV-Spitzenverbands gegenübersitzen.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Autopsiestudie

So häufig wird der Krebs erst nach dem Tod erkannt

Lesetipps
Schulterschmerzen? Im höheren Alter ist die Polymyalgia rheumatica nach der Rheumatoiden Arthritis die häufigste entzündlich-rheumatische Erkrankung. (Symbolbild mit Fotomodellen)

© peopleimages.com / stock.adobe.com

Praxistipps

Schulterschmerzen: Die vertrackte, ärztliche Spurensuche