DAK-Modell für psychisch kranke Kinder kommt gut an

BAD DÜRRHEIM (mm). In der Luisenklinik Bad Dürrheim für Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen hat die DAK ein Behandlungsnetz entwickelt. Kürzlich wurde eine erfolgreiche Zwischenbilanz gezogen.

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Die derzeit üblichen monatelangen Wartezeiten auf einen Behandlungsplatz vor Ort seien deutlich verringert worden, sagte DAK-Vertragschef Wolfgang Kemmer in Stuttgart bei einer ersten Zwischenbilanz des Projektes. Auch die Zahl der Patienten mit Rückfällen sei um rund 20 Prozent zurückgegangen.

Seit Anfang 2005 arbeiten auf Grundlage eines Vertrages zur Integrierten Versorgung Ärzte, Diplom-Psychologen, Pflegekräfte, Ergotherapeuten sowie Physio- und Bewegungstherapeuten in Bad Dürrheim bei Diagnostik, Therapie und Betreuung zusammen.

Nach einer bundesweit repräsentativen Studie des Robert-Koch-Instituts nehmen psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen zudem weiter zu. Bundesweit leidet bereits jeder fünfte Jugendliche unter einer psychischen Erkrankung.

Den hyperaktiven oder aggressiven Jungen und Mädchen, die durch ihr Verhalten auffielen, stehe eine wachsende Anzahl von Kindern gegenüber, die von sogenannten "leisen Störungen" betroffen seien, sagte Kemmer. Dazu zählen beispielsweise depressive Symptome oder auch Angststörungen.

Nur rund zehn Prozent aller auffälligen Jugendlichen kommt in eine Behandlung.

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