Leitartikel

Der Wille der Länder wird Politik bestimmen

In der Gesundheitspolitik wird der künftige Bundesminister eine große Koalition zwischen Bund- und Länderinteressen aushandeln müssen. Eine neue Klinikfinanzierung oder eine Reform der GOÄ gibt es nicht ohne Zustimmung der Länder.

Von Rebecca Beerheide Veröffentlicht:
Das Gebäude des Bundesrates in Berlin. An den Länderministern geht in der Gesundheitspolitik kein Weg vorbei.

Das Gebäude des Bundesrates in Berlin. An den Länderministern geht in der Gesundheitspolitik kein Weg vorbei.

© McPhoto / imago

An den 16 Ländergesundheitsministern führt in der kommenden Legislaturperiode bei den großen Projekten der Gesundheitspolitik kein Weg vorbei: Klinikfinanzierung - ohne intensive und kontroverse Verhandlungen mit den Ländern nicht zu machen.

Eine Reform der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) - die Länder als Dienstherren vieler Beamten werden da ein gewichtiges Wörtchen mitreden.

Erneute Bemühungen bei der Prävention - ohne das Engagement in den Kommunen keine Chance für Aktivitäten des Bundes. Und die Pflege? Auch diese Reform geht nicht ohne eine Mehrheit bei den Ländern.

Während vor einigen Jahren die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) noch ein belächelter Akteur im Gesundheitswesen war, hat sich das inzwischen gründlich geändert: Die Ressortchefs werden der künftigen Hausherrin oder dem künftigen Hausherrn im Bundesgesundheitsministerium als selbstbewusste Verhandlungspartner gegenübertreten.

Sie haben in den vergangenen Jahren gelernt, wie sie in der Gesundheitspolitik Mehrheiten über Parteigrenzen hinweg organisieren.

Ein Beispiel: Bei den Verhandlungen zum Versorgungsstrukturgesetz im Jahr 2011 verteidigten die Länder eindeutig ihre Interessen vor dem Bund. Zwar gingen sie nicht immer als Sieger vom Platz.

Aber der frühere Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler und sein Amtsnachfolger Daniel Bahr (beide FDP) haben mehrfach einen Vorgeschmack darauf bekommen, was künftigen Gesundheitsministern bevorstehen könnte. Lesen Sie diesen Text in unserer App-Ausgabe vom 27.09.2013 weiter und erfahren Sie unter anderem , an welchen zwei Fronten die Länder bei der Debatte um Klinikfinanzierung kämpfen.

Jetzt gleich lesen ... Jetzt gleich lesen ...

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Palliativregisteranalyse

Menschen mit Krebs: Viel Schmerz am Lebensende

Studie aus Schweden

Dermatozoenwahn – frühes Anzeichen von Demenz?

Lesetipps