„Ich will gehen“

Deutsche MS-Patientin nimmt aktive Sterbehilfe auf Ibiza in Anspruch

Eine 59 Jahre alte MS-Patientin ist eine der ersten Menschen in Spanien, die auf die Möglichkeit der aktiven Sterbehilfe zurückgreifen. Vor ihrem Tod betonte sie, dass es sich nicht um Suizid handele.

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Palma de Mallorca/Ibiza. Eine 59-jährige Deutsche hat als eine der ersten die seit Juni in Spanien erlaubte aktive Sterbehilfe in Anspruch genommen. Sie starb am Mittwoch auf eigenen Wunsch durch eine Spritze in ihrer Wohnung auf der Ferieninsel Ibiza, wie die „Mallorca Zeitung“ (online Donnerstag) berichtet.

Mit 24 Jahren war demnach bei Doerte Lebender Multipe Sklerose diagnostiziert worden. Seit etwa zehn Jahren habe sich ihr Gesundheitszustand zusehends verschlechtert. Im spanischen Gesetzestext heißt es, beim Antragsteller müsse eine „schwerwiegende chronische Krankheit“ vorliegen, die „unheilbar“ ist und „große körperliche oder psychische Schmerzen“ mit sich bringt.

Entscheidung sollte öffentlich werden

Ende September gab das Expertengremium für die Balearen, bestehend aus fünf Gesundheitsexperten und vier Juristen, dem Antrag der Deutschen statt. Zuvor hatten laut Bericht zwei Fachärzte unabhängig voneinander zugestimmt.

Im Gespräch mit der Zeitung „Diario de Ibiza“ sagte Lebender einige Wochen vor ihrem Tod: „Ich habe schon so viel gelitten, ich will gehen. Nicht, dass ich nicht leben will – ich mag es zu leben. Aber ich halte diesen Körper nicht mehr aus.“

Laut Bericht wünschte sie, dass ihre Geschichte an die Öffentlichkeit gelangt. Sie wolle ausdrücklich klarstellen, dass es sich nicht um Suizid handele, sondern um ihr Recht, würdevoll und schmerzfrei zu sterben. (KNA)

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