Deutscher Gesundheitsmonitor des BAH

Deutsche sind gesund, zufrieden, optimistisch

Insgesamt lebt man in Deutschland offenbar so gesund und entspannt wie schon seit längerer Zeit nicht mehr. Das geht aus dem aktuellen Gesundheits-Index hervor.

Veröffentlicht: 04.12.2017, 13:07 Uhr
Deutsche sind gesund, zufrieden, optimistisch

Sowohl bei der Gesundheit als auch der positiven Stimmung sind die Deutschen derzeit offenbar im Aufwind. Das ist das Fazit der aktuellen Erhebung zum Deutschen Gesundheitsmonitor des BAH.

© Fotowerk / Fotolia

BONN. Der Gesundheitsindex insgesamt hat nun einen Stand von 7,2 erreicht. Das sei der höchste Wert seit Beginn der Erhebung im Jahr 2013, meldet der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH) auf der Basis der aktuellen Werte aus dem dritten Quartal 2017. Sie waren kurz vor der Bundestagswahl im September erhoben worden und gehören zur repräsentativen Erhebung des Deutschen Gesundheitsmonitors. Rund 80 Prozent der Befragten stimmten dabei auf einer Wertskala bis 7 auf die Aussage "Ich führe mich rundum wohl" dem mit 1 (stimmte voll und ganz zu) bis 3 zu.

Besonders deutlich sei der Index-Anstieg – verglichen zum dritten Quartal des Vorjahres – bei Personen mit Haupt-/Volksschulabschluss (von 6,5 auf 6,9) gewesen, ebenso bei Menschen mit geringem Haushaltseinkommen, also bis 1500 Euro netto (von 6,1 auf 6,9), und bei Nicht-Berufstätigen (von 6,8 auf 7,2).

Ähnliches gelte für Ältere: Seit Ende 2016 fühlen sich demnach insbesondere Menschen ab 70 immer gesünder und zufriedener (Indexanstieg von 6,5 auf 7,2), so der BAH. Ebenso deutlich ist – wenig überraschend: Mit zunehmendem Alter sinkt der Gesundheitsindex tendenziell.

Die Befragten gaben zudem an,, durchschnittlich nur noch etwa zweimal in den letzten drei Monaten beim Arzt gewesen zu sein. Knapp ein Drittel war gar nicht beim Arzt, immerhin 12 Prozent aber vier-bis sechsmal und fünf Prozent sogar mehr als sechsmal. Zu Beginn der Erhebung waren es noch drei Arztbesuche, wie der BAH berichtet. Im selben Zeitraum sei auch die Zahl der Krankheitstage von über sechs auf weniger als vier gefallen.

Diese Entwicklung geht einher mit einem rückläufigen Pessimismus: "Verglichen mit meinen Freunden denke ich weniger optimistisch über das Leben", sagen jetzt nach BAH-Angaben nur noch 28 Prozent im Vergleich zu 36 Prozent am Jahresanfang. Und auch die Anzahl derer, die denken, das deutsche Gesundheitswesen bietet jedem – egal ob gesetzlich oder privat versichert – eine ausreichende Versorgung, sei so hoch wie nie zuvor. Ausgesprochen hohes bzw. eher hohes Vertrauen genießen außerdem – gleichauf – Apotheker und Ärzte bei je 67 Prozent der Befragten. (run)

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Gutes Gefühl zur Unzeit

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