Kommentar

Die Enkelkinder zahlen die Zeche

Von Bülent Erdogan Veröffentlicht:

Ulla Schmidt war all die Jahre offenbar furchtbar schlecht beraten: Da legte sich die Gesundheitsministerin im Kampf gegen Beitragssatzsteigerungen in der GKV mit Ärzten, Kliniken, Pharmafirmen und Kassen an, knappste hier und dort Millionen ab oder bürdete den Bürgern Sonderbeiträge und Zuzahlungen auf. Zuletzt entlockte sie dem Finanzminister immerhin einige Milliarden, um den Gesundheitsfonds zu füttern.

Mit dieser EichhörnchenMethode geben sich Union und FDP nicht ab. Reicht der eine Haushalt nicht mehr aus, muss halt ein zweiter her, lautet das Credo. Ungedeckte Ausgaben von bis zu 60 Milliarden Euro bis 2013 in der Arbeitslosen- und Krankenversicherung sollen in einem Sonderfonds verklappt werden. Das schafft Ruhe vor den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen im Mai 2010 und Spielräume für eine ambitionierte Steuerreform.

Doch sollten Union und FDP jetzt auch Nägel mit Köpfen machen: Die Kliniken beklagen einen Investitionsstau von 50 Milliarden Euro, KBV-Chef Köhler rechnet vor, dass noch immer 13 Milliarden Euro fehlen, um endlich auf einen Punktwert von fünf Cent zu kommen.

Die Rechnung für diese kreative Haushaltspolitik werden kommende Generationen zahlen.

Lesen Sie dazu auch: Schwarz-Gelb pumpt künftige Generationen an

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Versteckte Zucker

Wie Fruktose den Nieren schadet

Lesetipps
Urinprobe für Harnsäuretests im Labor zur Feststellung von Anomalien im Urin.

© kittisak / stock.adobe.com

Treat-to-Target-Strategie

Gicht: Mit der Harnsäure sinkt auch das kardiovaskuläre Risiko