Die KBV ringt um eine neue Strategie

Berlin (HL). Knapp drei Monate nach Inkrafttreten der Vergütungsreform ist das KV-System weitgehend mit sich selbst beschäftigt und ringt intern um Zukunftsstrategien.

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Obwohl die Vertragsärzte nach aktuellen Daten im Vergleich zu 2007 mit einem Honorarplus von mindestens 3,5 Milliarden Euro rechnen können, sorgen Umverteilungseffekt von West nach Ost, zwischen den Fachgruppen und innerhalb von Fachgruppen für tiefen Zwist. Tatsächliche oder vermeintliche Verlierer der Reform machen seit Wochen vor allem gegen die KBV mobil, die in einer hektischen Sitzungsfolge des Bewertungsausschusses an Reparaturen arbeitet. Etliche KVen verharren in Schockstarre.

Hinzu kommt, dass der Hausärzteverband nach Baden-Württemberg nun auch in Bayern einen Versorgungsvertrag mit der AOK hat. Im Südwesten könnte Medi bald einen Vertrag nach Paragraf 73 c bekommen - ungewohnte Konkurrenz für das KV-System.

Vor diesem Hintergrund begeben sich die KBV-Vertreter am Donnerstag zunächst in eine Klausur, da die VV am 6. März "noch keine belastbare Grundlage für Beschlüsse" ergeben habe, wie der VV-Vorsitzende Dr. Andreas Hellmann in der Einladung schreibt. Von der Klausur verspreche er sich eine "grundlegende strategische Debatte ohne Rücksicht auf Verbände, Öffentlichkeit und auch Mitarbeiter der KVen". Auf der Basis dieser Strategiedebatte könne die Sonder-VV am Nachmittag - "wenn sie dies wünscht" - Beschlüsse fassen.

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