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Die Versorgung ist gut, der Reformbedarf riesig

BERLIN (fst). Das deutsche Gesundheitssystem bekommt bei einer Befragung von alten, kranken Menschen in insgesamt acht Ländern keine schlechten Noten. Doch fast nirgendwo wird der Reformbedarf als so hoch eingeschätzt wie in Deutschland.

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Das ist das Ergebnis einer telefonischen Befragung von alten, chronisch kranken Menschen in Australien, Kanada, Frankreich, Neuseeland, Großbritannien, den USA, Niederlanden und Deutschland. Für die vom Commonwealth Fund finanzierte Studie wurden in Deutschland 867 Menschen befragt. Die Antworten sind ein Spiegel der Stärken und Schwächen des hiesigen Gesundheitssystems:

  • Der Zugang zur Versorgung in Deutschland ist gut: So sagten 68 Prozent, sie hätten in weniger als vier Wochen einen Termin beim Spezialisten bekommen (Kanada: 40, Frankreich: 55, Großbritannien: 42 Prozent). Außerhalb der Sprechstundenzeiten hatten nur 15 Prozent in Deutschland große Probleme, einen Arzt zu finden, ohne in die Klinik zu gehen.
  • Bei den Gesundheitsausgaben aus eigener Tasche liegt Deutschland im Mittelfeld: 57 Prozent gaben an, ihre eigenen Ausgaben hätten im vergangenen Jahr weniger als 500 US-Dollar (etwa 360 Euro) betragen. Höher war der Anteil derer, die geringe eigene Ausgaben haben, in Neuseeland (61), den Niederlanden (72) und Großbritannien (81 Prozent). Und doch meinen 26 Prozent in Deutschland, das Gesundheitswesen müssen "komplett umgebaut" werden, nur in den USA ist der Wert höher (33 Prozent).
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