Leitartikel

Die Zeit der Selbstausbeuter geht zu Ende

Mehr als acht Prozent der niedergelassenen Ärzte sind von Burn-out bedroht. Das sind schlechte Nachrichten für einen Berufsstand, dem der Nachwuchs nicht gerade in Massen zuströmt. Die Arbeitsbedingungen der niedergelassenen Ärzte gehören deshalb immer wieder auf den Prüfstand.

Von Anno FrickeAnno Fricke Veröffentlicht:
Ausgebrannt und erledigt. Acht Prozent der Ärzte stehen am Rande des Burn-outs.

Ausgebrannt und erledigt. Acht Prozent der Ärzte stehen am Rande des Burn-outs.

© Thinkstock LLC / Photos.com plus

Hohe Patientenzahlen, lange Wochenarbeitszeiten, fehlende Freizeit und Unzufriedenheit mit der Entlohnung lassen rund acht Prozent der niedergelassenen Ärzte an ihrem Job zweifeln. Es ist ausgerechnet die Gruppe von Ärzten, die sich am stärksten für den Arztberuf berufen fühlen.

Knapp 58 Prozent dieser vom Burn-out bedrohten Ärzte sehen in der Medizin eine Berufung. Bei den Ärzten mit höherer Frustrationstoleranz ist das nur bei knapp der Hälfte der Fall.

Das ist eines der Ergebnisse einer Detailanalyse des "Ärztemonitors" durch die Brendan-Schmittmann-Stiftung.

Eigentlich müsste der Spaßfaktor ärztlicher Arbeit ab 1. Januar 2013 deutlich steigen. Das ist das Verfallsdatum der Praxisgebühr.

Berechnungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zufolge müsste ihr Wegfall in den Praxen im Schnitt rund 120 Stunden im Jahr freisetzen, die Ärzte und ihre Teams anders als für den Gebühreneinzug verwenden können ...

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