Doppelte Abiturjahrgänge beflügeln Azubi-Markt

WIESBADEN (dpa). Erstmals seit 2007 haben in Deutschland wieder mehr Jugendliche einen Ausbildungsvertrag unterschrieben.

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Die Zahl der Verträge stieg bundesweit im vergangenen Jahr vor allem wegen der doppelten Abiturjahrgänge in Bayern und Niedersachsen um 1,2 Prozent auf rund 565.900, meldet das Statistische Bundesamt.

Ohne diesen Sonderfaktor sei die Zahl der Lehrverträge vermutlich konstant geblieben oder weiter gesunken, erklärte das Bundesamt auf Anfrage. In Ostdeutschland einschließlich Berlin gab es allerdings erneut ein kräftiges Minus von 6,9 Prozent.

Als mögliche Gründe nannten die Statistiker die demografische Entwicklung und eine verstärkte Neigung von Abiturienten, zu studieren. Im früheren Bundesgebiet schlossen dagegen mehr Jugendliche einen Lehrvertrag ab (plus 2,8 Prozent).

1,46 Millionen Jugendliche in Ausbildung

In Bayern verzeichneten die Statistiker ein Plus von 3,1 Prozent und in Niedersachsen von 5,2 Prozent.

Die meisten neuen Auszubildenden gab es in Industrie und Handel einschließlich Banken und Versicherungen. Die Zahl der Verträge stieg um 3,1 Prozent. Im Handwerk, dem zweitgrößten Ausbildungsbereich, wurde dagegen ein Rückgang von 1,3 Prozent verzeichnet.

Insgesamt befanden sich Ende Dezember 2011 nach vorläufigen Zahlen rund 1,46 Millionen Jugendliche (minus 3,1 Prozent) in einer Ausbildung im dualen System.

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