EU-Arzneipolitik wird neu geordnet

BRÜSSEL (spe). Der designierte neue EU-Gesundheitskommissar, der maltesische Christdemokrat John Dalli, wird sich künftig auch um die europäische Arzneimittelpolitik kümmern.

Veröffentlicht:

Das Arzneimittelrecht ist in der Europäischen Kommission bislang der Generaldirektion Industrie zugeordnet. Mit dem Neuzuschnitt des Gesundheitsressorts kommt die EU-Kommission einer Forderung von Mitgliedern des Europaparlaments, der Bundesärztekammer, der Kassen und der Apothekerverbände nach.

"Arzneimittel sind keine Produkte wie andere. Sie haben auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch Nebenwirkungen und bedürfen daher einer stärkeren Regulierung", sagte der CDU-Europaabgeordnete und Arzt Peter Liese. Die Organisation und Finanzierung der Gesundheitssysteme wird trotz der Erweiterung des Gesundheitsressorts auch künftig vorrangig Sache der EU-Staaten sein.

Denn der am 1. Dezember in Kraft getretene Lissabon-Vertrag räumt der EU weiter nur eingeschränkte gesundheitspolitische Kompetenzen ein. Die nationalen Parlamente erhalten zudem durch das neue Vertragswerk die Möglichkeit, allzu weitreichenden Ambitionen der EU in der Gesundheitspolitik rechtzeitig einen Riegel vorzuschieben.

John Dalli wird die bisherige Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou ablösen, die in der neuen Kommission für Bildung, Kultur und Jugend zuständig sein wird.

Lesen Sie dazu auch: Neuer EU-Gesundheitskommissar kommt aus Malta

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kammerstatistik

Mehr als 2.000 ausländische Ärzte arbeiten in Thüringen

Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

© Springer Medizin Verlag GmbH

AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn: In nur fünf Tagen per Diät zur Remission?

Kasuistik zu Autoimmunerkrankung

Wüssten Sie, was hinter diesen Symptomen steckt?

Atemwegserreger

RKI: RSV-Welle deutet sich an

Lesetipps