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Kommentar zur Patientenbeauftragten

Ein Job mit viel Perspektive

Von Ilse Schingensiepen Veröffentlicht:

Mit der Berufung einer Patientenbeauftragten hat die nordrhein-westfälische Landesregierung im vergangenen Jahr offensichtlich den richtigen Schritt getan.

Die Resonanz auf das Angebot zeigt: Viele Menschen brauchen Unterstützung, weil sie sich im Gesundheitssystem und seinen oft undurchschaubaren Regelungen nicht zurechtfinden.

Es ist wichtig, dass die Patientenbeauftragte konkrete Hilfe gewährt, wenn Krankenkassen, Ärzte oder Krankenhäuser Menschen mit ihren Anliegen im Regen stehen lassen, ihnen Leistungen oder Informationen verweigern. Die Einzelfälle, die Eleftheria Lehmann in ihrem ersten Tätigkeitsbericht schildert, sind zum Teil hanebüchen.

So schlimm sie auch sind - solche Vorfälle wird es immer geben, egal, ob es besondere Fürsprecher für Patienten gibt oder nicht. Genauso wichtig ist deshalb ein weiterer Aspekt des neuen Amts: Die Berichte einer Vielzahl von Patienten und Angehörigen vermitteln einen Überblick über die strukturellen Defizite im Gesundheitssystem.

Wenn der oder die Patientenbeauftragte öffentlich den Finger in die Wunden legt, kommen die verantwortlichen Akteure vielleicht nicht mehr daran vorbei, die häufig schon bekannten Schwachstellen zu beseitigen. Davon profitieren alle Patienten.

Lesen Sie dazu auch: Ein Jahr Patientenbeauftragte: Der ahnungslose Patient

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