Kommentar

Ein wahrer Datenschatz

Angela MisslbeckVon Angela Misslbeck Veröffentlicht:

Eine Morbiditätsanalyse, wie sie aus Berlin nun vorliegt, ist ein Novum. Erstmalig werden Aussagen darüber getroffen, wo welche Erkrankungen gehäuft auftreten.

Manche Aussagen sind sicher interpretationsbedürftig. So wirft die hohe Zahl von Depressionsdiagnosen in Charlottenburg-Wilmersdorf Fragen auf. Geht sie auf die hohe Psychotherapeutendichte in diesem Stadtteil zurück?

Bestätigt sie den Ruf der Erkrankung und des Stadtteils als Wohlstands- und Intellektuellenkrankheit beziehungsweise -stadtteil? Zeigt sie Unterschiede im Umgang mit seelischem Leid in West und Ost? Oder ist sie einfach nur durch das Abrechnungssystem bedingt?

Die Analyse des Senats ist explorativ. Als erste ihrer Art lotet sie noch aus, welche Aussagen sich auf Basis von Routine-Abrechnungsdaten treffen lassen und wo die Grenzen sind. Eines macht das Beispiel klar: Die KVen verfügen über einen Datenschatz.

Mit der richtigen Auswertung lassen sich Aussagen über die Krankheitshäufigkeit in verschiedenen Regionen treffen. Für die Bedarfsplanung werden diese Aussagen allein nicht reichen.

Doch die KV-Daten geben noch mehr her. Das zeigt wiederum die KV mit ihrer Analyse zu den Patientenwanderungsbewegungen in der Hauptstadt.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Berlin bleibt geteilt - bei der Gesundheit

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kommentar zur Niederlassungsförderung im Saarland

Landarztprogramme sind nur ein „Nice-to-have“

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Interview

Wie Ärzte in Stresssituationen richtig reagieren können

Verschmutzte Luft

Was Reinigungsmittel in der Lunge anrichten können

Krebs in Deutschland

Bei zwei Krebsarten nahm die Sterblichkeit am stärksten ab

Lesetipps
Serotoninkristalle, die ein Muster ergeben.

© Michael W. Davidson / Science Photo Library

Für wen passt was?

Therapie mit Antidepressiva: Auf die Nebenwirkungen kommt es an

Eine junge Frau fasst sich an ihren schmerzenden Ellenbogen.

© Rabizo Anatolii / stock.adobe.com

Laterale Ellbogenschmerzen

Diese sechs Kriterien sprechen gegen einen „Tennisarm“