Kommentar – Positionspapier der FES

Eine radikale Veränderung

Wolfgang van den BerghVon Wolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

Es knirscht in der Versorgung. Jeder hat seine Claims abgesteckt: Praxen, Krankenhäuser, Reha- und Pflege-Einrichtungen. Die Schnittstellen zwischen den Sektoren sollen überwunden werden, heißt es seit Jahrzehnten. Das hat sich die Friedrich-Ebert-Stiftung auf ihre Fahne geschrieben und dazu ein Papier erarbeitet. Beteiligt daran waren Wissenschaft, Politiker, Ärzte und Krankenkassenvertreter.

Auch wenn nicht alle Empfehlungen neu sind, zeigt das Papier einmal mehr die Schwachstellen des Systems auf. Zugleich enthält es radikale Forderungen. Die reichen von einer neuen Bedarfsplanung über ein einheitliches Vergütungssystem bis hin zu einer besseren Kommunikation. Voraussetzung dazu sind eine einheitliche Qualitätssicherung und Telematikinfrastruktur sowie die Entwicklung einer sektorübergreifenden gemeinsamen Klassifikation aller Leistungserbringer.

Es stellt sich die Frage, ob die Selbstverwaltung in der Lage ist, dieses Brett zu bohren, oder ob sich der Gesetzgeber zum Handeln verpflichtet fühlt. Die Erfahrungen haben leider gezeigt, dass trotz gesetzlicher Vorgaben die unsichtbaren Mauern zwischen den Sektoren eher höher geworden sind. Von einem "Erdbeben" zu sprechen, wie es der neue KBV-Hausarzt-Vorstand tut, zeigt den Rückfall in alte Reflexmuster.

Lesen Sie dazu auch: Aktuelle Studie: Experten wollen Sektorengrenzen schnell einreißen

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Krebskongress

Tumorchirurgie: Geschlecht zählt auf beiden Seiten des Skalpells

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe

Krankenhausreform

Klinik-Atlas soll zum Gemeinsamen Bundesausschuss umziehen

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Brustkrebs Symbolbild

© Sebastian Kaulitzki / stock.adobe.com

Risikoadaptiert und individualisiert behandeln

Frühes Mammakarzinom: So optimieren Sie die Therapie

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe
Eine Ärztin spricht mit einer Patientin.

© Siphosethu F / peopleimages.com / Stock.adobe.com

Krebsprävention durch Kommunikation

Zu Krebs halten sich Mythen und Irrtümer hartnäckig – Aufklärung tut not

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe
Drei Operateure in einem Operationssaal.

© Robert Kneschke / stock.adobe.com

Krebskongress

Tumorchirurgie: Geschlecht zählt auf beiden Seiten des Skalpells

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe