Berufspolitik

Eltern halten ADHS für schlimmste Kinderkrankheit

Hamburg (di). Viele Eltern fürchten, dass ihr Kind an ADHS leidet. Erst mit deutlichem Abstand folgen laut einer forsa-Umfrage Asthma, Diabetes, Neurodermitis und Adipositas.

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"Von welchen gesundheitlichen Störungen fürchten Sie am meisten, dass Ihr Kind sie bekommen könnte?" Auf diese Frage antworteten 44 Prozent von 1008 befragten Eltern mit ADHS.

Dahinter rangierten asthmatische Erkrankungen (32 Prozent), Diabetes (26 Prozent), Neurodermitis (26 Prozent) und Übergewicht (23 Prozent).

Die Studie im Auftrag von DAK und Gruner & Jahr ergab auch, dass 28 Prozent der Eltern nach ihrer Meinung ein chronisch krankes Kind haben. 14 Prozent gaben Neurodermitis an, fünf Prozent Heuschnupfen, drei Prozent Asthma. Tendenz: Je größer der Wohnort des Kindes, desto höher die Wahrscheinlichkeit einer chronischen Krankheit. Viele Eltern glauben von sich, dass sie im Umgang mit Kinderkrankheiten einen "gelassenen Pragmatismus" pflegen. 60 Prozent sagen von sich: "Mit vielen Wehwehchen und Krankheiten der Kinder werde ich selbst fertig." Besonders bei Eltern unter 30 Jahren ist diese Einstellung ausgeprägt. Im Geschlechtervergleich zeigt sich, dass Väter schneller ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen als Mütter.

Weitere Ergebnisse:

  • Ein Prozent der Eltern sind aus Prinzip gegen das Impfen. 91 Prozent hat kein Problem mit dem Impfen, wenn dies ein Arzt empfiehlt. Acht Prozent halten Impfen "in Ausnahmefällen" für vertretbar.
  • Antibiotika sind für 41 Prozent unproblematisch, 58 Prozent der Eltern finden Antibiotika in Ausnahmefällen vertretbar. Für zwei Prozent kommen sie grundsätzlich nicht in Frage.
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