Nachruf

Engagierte Ärztin Diekhaus verstorben

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KÖLN. Dr. Waltraud Diekhaus ist tot. Diekhaus war von 1998 bis 2007 Generalsekretärin des Weltärztinnenbundes und engagierte sich als für Zentraleuropa zuständige Vizepräsidentin auch danach noch mehrere Jahre in der Organisation. Die Mutter von Zwillingen war in vielen weiteren Bereichen ehrenamtlich tätig, unter anderem im Deutschen Ärztinnenbund, dem Hartmannbund und der Ärztekammer Westfalen-Lippe. Die Dortmunder Allgemeinmedizinerin starb Anfang Februar nach schwerer Krankheit im Alter von 76 Jahren. Diekhaus habe sich für die beruflichen Belange und die Chancen von Ärztinnen eingesetzt und sich der gesundheitlichen Versorgung und Lebensqualität von Frauen weltweit verpflichtet gefühlt, sagte die Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes Dr. Christiane Groß. "Sie hat wegweisend erkannt, dass Menschenrechte noch lange nicht Frauenrechte sind." Diekhaus war auch in der "European Women's Lobby" aktiv, einem Zusammenschluss von Frauenverbänden. Im Jahr 2005 wurde die Ärztin mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. (iss)

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Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Dr. Thomas Georg Schätzler

Frau Kollegin Waltraud Diekhaus


ist eine ganz großartige ärztlichen Funktionärin und Ansprechpartnerin gewesen, die mit Herz, Hirn, Verstand, Augenmaß, Sachkunde und großer Empathie die medizinische Welt ausgeleuchtet und die Weiblichkeit in der Medizin in ihrer bio-psycho-sozialen Entwicklungs- und Motivationsfähigkeit beachtet, geachtet und gefördert hat.

Mehrfach hat Sie mich ermuntert, meinen Weg als kritischer Kommentator unserer Medizinischen Welt in wissenschaftlicher, kultureller und sprachlicher Reflexionsfähigkeit weiter zu gehen.

In diesem Sinne verneige ich mich vor einer bewundernswerten, ärztlichen und mitmenschlichen Wegbegleiterin aus Dortmund.

Thomas G. Schätzler


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