Europäer gehen zu selten zur Krebsvorsorge

Veröffentlicht:

BRÜSSEL (spe). Die Europäische Kommission bemängelt, dass EU-weit noch immer zu wenig Menschen an einer Krebs-Früherkennung teilnehmen. Zwar seien in den vergangenen vier Jahren bereits große Fortschritte erzielt worden.

Dennoch betrage die Zahl der jährlichen Vorsorgeuntersuchungen derzeit nur die Hälfte der von den EU-Gesundheitsministern im Jahre 2003 empfohlenen Mindestzahl von 125 Millionen Vorsorge-Untersuchungen pro Jahr, heißt es in einem Bericht, den EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou am Donnerstag dieser Woche in Brüssel vorstellen will.

Darüber hinaus erfolgten lediglich 41 Prozent der gegenwärtig vorgenommenen Untersuchungen als Teil bevölkerungsweiter Programme. Nur 22 Mitgliedstaaten böten bevölkerungsweite Früherkennungsprogramme für Brustkrebs an. Für Gebärmutterhalskrebs seien es lediglich 15 Länder und für Darmkrebs sogar nur 12 Staaten.

Die Daten basieren auf einer Umfrage unter den 27 Mitgliedsländern der Europäischen Union sowie auf Informationen aus zwei EU-Projekten. Krebs ist dem Bericht zufolge nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache in der EU. 2006 starben mehr als 1,2 Millionen Europäer an Krebs.

Mehr zum Thema

Zahlen für das Geschäftsjahr 2023

Uniklinik Halle fährt Defizit in Millionenhöhe ein

Ersatzkassen-Modell geht in Praxistest

Startschuss für das Konzept Regionales Gesundheitszentrum

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Ersatzkassen-Modell geht in Praxistest

Startschuss für das Konzept Regionales Gesundheitszentrum

Lesetipps
Viele Menschen sind adipös. Die Kombination aus Intervallfasten plus Protein-Pacing kann anscheinend neben einer Gewichtsabnahme auch zu einem gesünderen Mikrobiom verhelfen.

© Aunging / stock.adobe.com

Verändertes Mikrobiom

Intervallfasten plus Protein-Pacing lassen die Pfunde purzeln