BfArM warnt

Fälschungen von Hepatitis-Mittel auf dem Markt

In Deutschland sind Fälschungen eines Mittels zur Behandlung chronischer Hepatitis C auf den Markt gelangt. Betroffen ist das Arzneimittel "Sovaldi® 400 mg Filmtabletten" der Firma Gilead.

Veröffentlicht:

BONN. Wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) am Montag in Bonn mitteilte sind die gefälschten Tabletten nicht wie üblich gelb, sondern weiß. Die Packungen tragen demnach die Chargenbezeichnung VVDXD (Verfallsdatum 01/2019), die es auch als echte Charge für den deutschen Markt gibt.

Zudem gebe es veränderte Details an der Verpackung, die jedoch ohne direkten Vergleich mit dem Original nicht zu erkennen seien, hieß es vom BfArM weiter. Die Apotheken seien gebeten, Patienten über den Fall zu informieren.

Die Fälschung wurde im Zuge von Nachuntersuchungen quarantänisierter Ware im Fälschungsfall des Arzneimittels Harvoni entdeckt, über den das BfArM im Juni berichtet hatte.

Die Ergebnisse bezüglich Identität und Gehalt des Wirkstoffes Sofosbuvir der betroffenen Packungen seien Gegenstand weiterer, laufender Untersuchungen, so das BfArM. Patienten, die das Arzneimittel "Sovaldi® 400 mg Filmtabletten" mit dem Wirkstoff Sofosbuvir der Firma Gilead einnehmen und feststellen, dass es sich dabei um weiße Tabletten handelt, sollen diese jedenfalls nicht einnehmen und sich an ihren behandelnden Arzt oder ihren Apotheker wenden.

Bei einem Austausch muss ein neues Rezept ausgestellt werden. (dpa)

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Kommentare
Dr. Wolfram Benoist 15.08.201712:48 Uhr

Bei einem Austausch muss ein neues Rezept ausgestellt werden

Wieso muss bei Betrug ein neues Rezept ausgestellt werden.
Das geht ja hier zu wie bei der Autoindustrie, keiner will Verantwortung für den Beschiss übernehmen und der Kunde oder hier der Arzt soll dann wegen Unwirtschaftlichkeit zahlen. Dabei kann man ruhig die weißen Tabletten einnehmen, sie enthalten den Wirkstoff in identischer Dosierung und Galenik, war aber für den ägyptischen Markt bestimmt und deshalb preiswerter.

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