Forschende Industrie will Vorfahrt für Direktverträge

BERLIN (HL). In die für Donnerstag nächster Woche anberaumten Gespräche mit Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler geht der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) mit dem Vorschlag, die Effizienz in der Arzneimittelversorgung mit Direktverträgen zwischen Einzelkassen und Firmen zu verbessern.

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Nach Auffassung des VFA, so Hauptgeschäftsführerin Cornelia Yzer im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung", haben sich konventionelle Kostendämpfung und zunehmende Regulierung in der Arzneimittelversorgung verbraucht. Im Vordergrund hätten bislang fast immer die Ausgaben gestanden, jedoch nicht die Effizienz unter Berücksichtigung der Versorgungsqualität.

Der VFA schlägt nun ein zweistufiges Modell vor. Vorrang sollen dezentrale Verträge zwischen Herstellern und Kassen haben. Darin können - außer Rabatten - auch Versorgungsziele und die Begleitung durch Versorgungsforschung geregelt werden. Mit dem Gesetzgeber muss geregelt werden, wie hoch der Marktanteil sein soll, der von solchen Verträgen erfasst wird. Wird diese Schwelle innerhalb einer bestimmten Zeit nicht erreicht, so greift die zentrale Kosten-Nutzen-Bewertung mit der Festsetzung eines Höchsterstattungs-Betrages. Hier sieht der VFA keinen gesetzgeberischen Handlungsbedarf. Notwendig sei, dass alle Beteiligten die Kosten-Nutzen-Bewertung als einen Prozess der Konsens-Findung begreifen, der pragmatisch auf die jeweilige Problemstellung zugeschnitten ist, so Yzer.

Lesen Sie dazu auch: VFA setzt auf Wettbewerb mit Qualität

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