Organspende

Fußballvereine werben für die Organspende

Fußball in der Bundesliga ist ein Medienereignis. Das wird in Stadien jetzt für eine bessere Organspendebereitschaft genutzt.

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Mehr Bürger mit einem Organspendeausweis - das soll jetzt der Fußball erreichen.

Mehr Bürger mit einem Organspendeausweis - das soll jetzt der Fußball erreichen.

© dpa

KEVELAER (iss). In den Stadien der Fußballbundesligisten 1. FC Köln, Bayer 04 Leverkusen und Borussia Mönchengladbach geht es demnächst um mehr als den Fußball.

Bei Heimspielen der drei Mannschaften wird auf den Banden rund ums Spielfeld der Slogan "Organspende rettet Leben" laufen, auf ihren Plätzen finden die Fußballfans Materialien zum Thema und einen Organspendeausweis.

Die drei rheinischen Rivalen unterstützen damit das "Aktionsbündnis Organspende im Rheinland", das die AOK Rheinland/Hamburg gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation ins Leben gerufen hat.

"Entscheiden muss sich jeder selbst

"Es ist wichtig, dass wir die Menschen über die Sinnhaftigkeit und die Notwendigkeit der Organspende aufklären", sagte der Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland/Hamburg Wilfried Jacobs bei der Auftaktveranstaltung im niederrheinischen Kevelaer.

Dazu sollen die Aktionen in den Stadien ebenso beitragen wie Aufklärungskampagnen in großen Zeitungen der Region und die gezielte Ansprache der Versicherten durch geschulte AOK-Mitarbeiter, erläuterte er.

"Wir wollen, dass die Menschen sich mit dem Thema beschäftigen. Entscheiden muss es dann jeder für sich selbst."

Organspende - gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Es sei selbstverständlich, dass die Fußballvereine versuchen zu helfen, sagte Rudi Völler, Sportdirektor von Bayer 04 Leverkusen.

Bei den Heimspielen erreichten sie mehr als 100.000 Menschen "Wer auf seinem Platz im Stadion einen Flyer und einen Spendeausweis findet, der wirft ihn nicht so einfach weg", hofft Völler.

Die SPD-Politikerin Carola Reimann begrüßte das Engagement. "Die Stärkung der Bereitschaft zur Organspende ist nicht nur Aufgabe von Ärzten und Politikern, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe."

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