Medizinethik

GMK-Vorsitzende für Bosbach-Entwurf bei Patientenverfügung

ERFURT (bee). Die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) Christine Lieberknecht (CDU) spricht sich bei der Patientenverfügung deutlich für den Entwurf von Wolfgang Bosbach (CDU) aus.

Veröffentlicht: 23.01.2009, 05:00 Uhr

Im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung" sagte die Thüringer Sozial- und Gesundheitsministerin, dass der Bosbach-Entwurf ihren Intentionen am ehesten entspricht. "Wir leben in einer Zeit, in der immer alles verfügbar sein muss. Der Mensch ist gewöhnt, die bisherigen Grenzen immer weiter hinauszuschieben." Einzelschicksale sind der 50-jährigen Theologin bei einer Entscheidung sehr wichtig. Dennoch: "Wir dürfen hier nicht auf eine schiefe Ebene kommen", so die Ministerin, die auch ehrenamtlich in der evangelischen Kirche tätig ist.

Handlungsbedarf für ein Gesetz sieht die CDU-Politikerin allemal: "Man braucht die Präzisierung, gesetzgeberisches Handeln ist nötig." Ob allerdings ein Gesetz noch in dieser Legislaturperiode den Bundestag und dann das Beratungsverfahren im Bundesrat passiert, das "versehe ich mit einem Fragezeichen", so die Ministerin.

Thüringen hatte vergangenes Jahr zusammen mit Hessen und dem Saarland auch einen Gesetzentwurf zum Verbot der Sterbehilfe im Bundesrat eingebracht. Zwar hat Lieberknecht beobachtet, dass die Grundhaltung in der Bevölkerung bei dem Thema eher liberal sei, dennoch: "Wir müssen Zweifeln vorbeugen, ob man noch guten Gewissens bis zum letzten Tag der Krankheit leben könne", so die Ministerin zur "Ärzte Zeitung".

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