Thüringen

Geldregen für Hausärzte

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Die KV Thüringen schüttet Honorar-Überschüsse aus: Das beschert den Hausärzten einen kräftigen Nachschlag.

WEIMAR. Kräftiger Nachschlag für Thüringens Ärzte: Die Kassenärztliche Vereinigung schüttet nicht ausgeschöpfte Honorare aus den vergangenen Jahren aus.

Bei den Hausärzten beläuft sich die Nachvergütung für 2010 auf 25,1 Millionen Euro, für das Folgejahr sind es noch einmal 25,8 Millionen Euro.

Die KV hatte erhebliche Überschüsse erwirtschaftet, weil durch die Regelleistungsvolumina nicht das gesamte Budget abgerufen wurde. Dies betraf vor allem Hausärzte. Fachärzte bekommen nur für 2011 eine Nachvergütung von 3,7 Millionen Euro.

Schiedsspruch führte zu Lösung

Über die Verwendung der Überschüsse hatten sich KV und Kassen lange heftig gestritten. Erst ein Schiedsspruch führte zur Lösung. Nun wird ein Großteil ausgezahlt, außerdem werden Maßnahmen gegen den drohenden Ärztemangel unterstützt.

Der Nachschlag für 2010 wurde bereits ausgezahlt, die Ausschüttung des Rests steht noch aus. Den Zeitpunkt will die KV noch bekannt geben. Nach der Einführung eines neuen HVM im Juli 2012 kann es nicht mehr zu Überschüssen kommen. (rbü)

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Kommentar

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Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Dr. Birgit Bauer

Erneutes Totalversagen der Selbstverwaltung

Richtig :die Hausärzte bekommen Nachzahlung infolge einer eigentlich skandalösen Fehlplanung der KV Thüringen. Die Fachärzte hingegen haben 2010 schon Honorare eigebüst und nach der Honorarumstellung im 3 Quartal 2012 nochmals.
Für mich, als überwiegend schmerztherapeutisch tätige Anästhesistin handelte es sich in 1/2010 um sage und schreibe 40% ,andere Kollegen traf es ähnlich, dafür durften wir uns öffentlich von Fr. Feldmann der Lüge bezichtigen lassen, der Honorarbescheid sagte dann deutlich wer gelogen hatte.In 3/2012 treffen mich nach einer Vorinformation der KV zur Honrarabrechnung erneut 26% Honorareinbuße.
Nicht nur für mich ein erneutes Totalversagen der Selbstverwaltung.
Wundert sich da noch jemand, wenn der Nachwuchs keine Lust mehr zur Patientenbetreuung hat ?
M.f.G. B.Bauer



T


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