Berufspolitik

Gemeinsam gegen den Gesundheitsfonds

STUTTGART (fst). In Bayern und Baden-Württemberg machen KVen, Ärztekammern und Krankenhäuser gegen den Gesundheitsfonds in seiner jetzt geplanten Form mobil.

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Alle knapp 14 000 Arzt- und Zahnarztpraxen im Südwesten erhalten dazu in den kommenden Tagen ein Info-Paket und Wartezimmerplakate für die Kampagne "Gesundheitsfonds - so nicht!". "Der Fonds geht zu Lasten der Bürger in Baden-Württemberg und Bayern", begründete KV-Chef Dr. Achim Hoffmann-Goldmayer gestern in Stuttgart die Aktion. Er rief Ärzte dazu auf, vorbereitete Unterschriftslisten für Patienten in den Praxen auszulegen.

Nach Angaben der KV könnten sich die Honorarverluste für Vertragsärzte im Südwesten auf bis zu 470 Millionen Euro im Jahr 2009 belaufen. Ursächlich hierfür ist unter anderem der geplante einheitliche Orientierungspunktwert. Hoffmann-Goldmayer fürchtet, dass im Endeffekt Hausärzte statt wie bisher etwa 55 Euro pro Quartal und Versicherten nur noch 47 Euro erhalten werden.

"Ich kann im Moment keinem Kollegen eine größere Investition empfehlen", sagte der KV-Chef mit Blick auf 2009. Für die Landesärztekammer plädierte deren Chefin Dr. Ulrike Wahl für eine Verschiebung des Fonds. Es sei "unwahrscheinlich wie ein Sechser im Lotto", dass die Finanzausstattung des Fonds den Leistungsausgaben entsprechen wird. Franz Weber, Chef der Landeskrankenhausgesellschaft, bezeichnete den Fonds als "leistungsfeindlich": "Länder, die erfolgreich sind, werden bestraft."

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