Gesundheitsfonds

Gesundheitsministerium wehrt sich gegen Kürzungen

Veröffentlicht:

BERLIN. Das Bundesgesundheitsministerium wehrt sich gegen Pläne des Finanzministeriums, die Zuschüsse an den Gesundheitsfonds weiter zu senken.

"Wir haben unseren Sparbeitrag mit 4,5 Milliarden Euro bereits geleistet. Jetzt sind andere Ressorts gefragt", sagte ein Ministeriumssprecher der "Ärzte Zeitung".

2013 wird der Bundeszuschuss an den Gesundheitsfonds von 14 Milliarden Euro um 2,5 Milliarden Euro gekürzt, 2014 um zwei Milliarden Euro.

Medienberichten zufolge will die Bundesregierung den Zuschuss 2014 sogar um vier Milliarden kürzen. Dies hat eine Sprecherin des Finanzministeriums als "so inhaltlich nicht zutreffend" zurückgewiesen.

Begehrlichkeiten wecken die vollen Sozialkassen gleichwohl: Die Überschüsse seien ein Spiegelbild der guten Konjunktur.

"Es macht wenig Sinn, ein Defizit im Haushalt und gleichzeitig hohe Überschüsse in der Gesundheitskasse zu haben", sagte der Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Steffen Kampeter (CDU).

Mehr zum Thema

Erfolgreiche Sondierung

Das plant die Ampelkoalition im Bereich Gesundheit

Schlagworte
Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Dr. Thomas Georg Schätzler

Sinnvoller Staatssekretär?

Dazu kann man nur sagen, "es macht ebenso wenig Sinn, Steffen Kampeter (CDU) als Staatssekretär im Bundesfinanzministerium (CDU) zu alimentieren, wenn dieser anscheinend das Defizit im Bundeshaushalt nicht von zweckgerichteten Überschüssen in Gesundheitsfonds bzw. K r a n k e n-Kassen der GKV unterscheiden kann".

Übrigens, der Begriff "Gesundheitskasse" ist in der gesamten Sozialgesetzgebung unbekannt! Mf+kG


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
In vielen Einrichtungen längst gefordert, das Einhalten der 3G-Regel. MEDI setzt sich dafür ein, dass auch Arztpraxen außerhalb von Notfällen die 3G-Regel anwenden können, in vielen Kliniken sei dies schon üblich.

© Sebastian Gollnow / dpa

Corona-Pandemie

MEDI fordert 3G in der Arztpraxis

Medizinstudent Heiner Averbeck.

© Porträt: Lukas Zähring | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com

„ÄrzteTag“-Podcast

Haben Sie nach Ihrem Medizinstudium noch Lust auf Arzt, Herr Averbeck?

Impfung gegen Corona: Aufgrund aktueller Studiendaten rät das Kompetenznetz MS (KKNMS) bei allen MS-Patienten unabhängig von ihrer Immuntherapie zu einer COVID-19-Impfung.

© fotoak80 / stock.adobe.com

Aktuelle Studien

Corona-Impfung für Patienten mit Multipler Sklerose sicher