Berufspolitik

Gewinnzuwachs für Vertragsärzte

NEU-ISENBURG (HL). Niedergelassene Ärzte dürfen sich - zumindest im Durchschnitt - zu den prosperierenden Berufsgruppen zählen: Das zu versteuernde Durchschnittseinkommen aller Ärzte erreichte 2007 142 000 Euro - das sind 12,7 Prozent mehr als 2003.

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Dies geht aus der jetzt veröffentlichten Kostenstrukturerhebung des Statistischen Bundesamtes hervor. Sie basiert auf einer umfassenden Umfrage bei insgesamt 4090 Praxen, darunter 709 Allgemeinärzten.

Das Gesamtergebnis zeigt: Anders als Arbeitnehmer, deren Einkommen seit Jahren stagnieren, verspricht der Beruf des niedergelassenen Arztes Aussicht auf Wohlstand - allerdings mit erheblichen Unterschieden je nach Fachgruppe. So haben Allgemeinärzte weder beim Umsatz (plus 6,8 Prozent auf 234 000 Euro) noch beim Gewinn (plus 5,8 Prozent auf 110 000 Euro) mit den Kollegen anderer Fachdisziplinen mithalten können. Ein wichtiger Grund scheint zu sein, dass Hausärzte nur begrenzte Möglichkeiten haben, ihren Privathonoraranteil zu steigern: er lag 2007 bei 18,3 Prozent, vier Jahre zuvor bei 17,1 Prozent. Im Schnitt aller Ärzte stieg der Privathonorar-Anteil von 25 auf 29 Prozent.

Einfluss auf das Einkommen hat auch die Praxisorganisation: Trotz niedrigeren Umsatzes je Arzt kommen Hausärzte in Gemeinschaftspraxen auf einen Gewinn von 125 000 Euro pro Kopf - 15 000 Euro mehr als ein Einzelkämpfer verdient.

Zusammen mit Neurologen/Psychiatern (120 000 Euro) und den Pädiatern (125 000 Euro) liegen die Allgemeinärzte immer noch am unteren Ende der Einkommensskala. Internisten, Orthopäden und Urologen kommen auf über 160 000 Euro, Radiologen auf durchschnittlich 229 000 Euro.

Die Erhebung des Statistischen Bundesamtes berücksichtigt noch nicht die Effekte der Vergütungsreform. Im Vergleich zu 2007 haben die Honorare um mehr als zehn Prozent zugenommen.

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