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Guter Beruf trotz vieler Widersprüche

DRESDEN (tt). Ärzte verdienen nach eigener Meinung zu wenig Geld, bereuen ihre Berufswahl dennoch nicht. Das hat eine Studie zur Ärztegesundheit in Dresden ergeben.

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Die Mehrheit der Ärzte in Deutschland empfindet eine überdurchschnittliche Arbeitsbelastung, ist aber trotzdem zufrieden mit dem Job und bei guter Gesundheit. Das sagt der Dresdner Arbeitsmediziner Professor Klaus Scheuch, der Ärzte nach ihrem beruflichen Alltag befragt hat.

Überstunden sind bei den meisten Befragten die Regel. Ärztinnen arbeiten laut Studie wöchentlich im Schnitt 50 Stunden, die männlichen Kollegen 55. Fast alle Befragten gaben an, Arbeit mit nach Hause zu nehmen, die Hälfte arbeitet auch im Urlaub. Entsprechend hoch ist das Gefühl, überarbeitet zu sein. 71 Prozent der männlichen und 66 Prozent der weiblichen Ärzte gaben das an. Professor Scheuch betonte allerdings, dass die Rate der von Burn-Out betroffenen Ärzte überraschend gering sei. So litten zwar viele Ärzte unter Stress-Symptomen, nur vier Prozent allerdings litten unter einem echten Burn-Out. Auch bei anderen Erkrankungen und Suchterscheinungen seien Ärzte nicht auffällig betroffen.

Auch die Ärzte selbst nehmen ihren Beruf trotz aller Belastungen meist positiv wahr. Geht es um die Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen, werden durchweg Bestnoten vergeben. Einhellig ist auch die Meinung zum Verdienst - die meisten Befragten gaben an, zu wenig zu verdienen.

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