Berufspolitik

Veröffentlicht: 05.05.2010, 05:00 Uhr

Hauptstadtkongress könnte neue Rekorde aufstellen

Ulf Fink und sein Team haben schon Dutzende Gesundheitskongresse veranstaltet - in München, Essen, Hamburg und in Berlin, wo der Hauptstadtkongress zum 13. Mal seine Pforten öffnet.

Von Thomas Hommel

Vorfreude: Senator a. D. Ulf Fink, Initiator und Präsident des Hauptstadtkongresses 2010. © WISO

© WISO

Der Hauptstadtkongress 2010 könnte neue Rekorde aufstellen: Mehr als 8000 Ärzte, Klinikmanager, Pflegekräfte, Politiker sowie Vertreter der Industrie, der Verbände und der Sozialversicherungen werden zum Kongressmarathon im ICC Berlin erwartet - darunter auch die gesamte Führungsetage des Bundesgesundheitsministeriums mit Minister Philipp Rösler an der Spitze. Aber auch aus der Landespolitik werden hochrangige Vertreter erwartet - darunter die Gesundheitsminister aus Bayern und Schleswig-Holstein, Dr. Markus Söder und Dr. Heiner Garg.

Die Themenpalette ist lang: Mehr als 600 Referenten werden in rund 100 Einzelsitzungen aktuelle Trends in der Gesundheitsbranche erörtern. Selbst Kongressmacher Fink hat Mühe, den Überblick über alle Sitzungen, Workshops, Seminare und Podiumsrunden zu behalten. Mit Freude habe er etwa gelesen, dass auch die SPD-Bundestagsfraktion aus Anlass des Hauptstadtkongresses zu einer Diskussion über die Chancen der Gesundheitswirtschaft geladen habe - wenn auch nicht ins Berliner ICC.

Einen Schwerpunkt beim Kongress würden die Reformbemühungen der neuen Bundesregierung bilden, so Fink. Das gelte sowohl für die Frage der künftigen Finanzierung des Gesundheitswesens - "Stichwort Prämie oder was denn sonst" - wie auch für die Frage, was auf der Ausgabenseite getan werden könne, um das drohende Milliardenloch bei den gesetzlichen Kassen zu stopfen. "Daher wird auch intensiv über die weitere Entwicklung des Arzneimittelmarktes diskutiert", kündigt Fink an.

Auch Fragen zur ärztlichen Versorgung und zum immer knapper werdenden "Faktor Arbeit" in der Gesundheitswirtschaft beschäftigen die Referenten. Viele Arzt- und Pflegestellen in Kliniken könnten inzwischen nicht mehr neu besetzt werden, warnt Fink. Ohne ausreichend Mitarbeiter könne eine so personalintensive Branche wie die Gesundheitswirtschaft aber auf Dauer nicht wachsen.

Daneben geht es beim Kongress aber auch um ganz konkrete Baustellen in der Versorgung. Beispiel Psychiatrie: "Die Versorgung psychisch kranker Menschen ist eine der ganz großen Herausforderungen." Immer mehr Bürger seien wegen Depression, Schizophrenie oder Burnout krankgeschrieben. "Wir müssen sicherstellen, dass die Betroffenen professionelle Hilfe erhalten."

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