Hausärzte, Medi und AOK: Bahr muss kräftig korrigieren

BERLIN (HL). Angesichts wachsender Akzeptanz von 73b- und -c-Verträgen bei Patienten und Ärzten fordern Hausärzteverband, Medi und AOK Baden-Württemberg grundlegende Veränderungen am geplanten Versorgungsgesetz: Das Ziel ist die Stärkung der regionalen Vertragspartner und die Anerkennung der Selektivverträge als zweite Schiene der Regelversorgung.

Veröffentlicht:

Zusammen mit einer Drei-Jahres-Bilanz für den Hausarztvertrag in Baden-Württemberg - daran nehmen über eine Million Versicherte und fast 3500 Hausärzte teil - legten die drei Vertragspartner gestern am Rande des Hauptstadtkongresses ihr Forderungspaket zum geplanten Versorgungsgesetz vor.

Die einheitlichen Vorgaben im Kollektivvertragssystem sollen aufgehoben werden. Jede Kassenart sollte die Honorare zumindest für Hausärzte eigenständig verhandeln können. Die Bereinigung der KV-Gesamtvergütungen müsse vereinfacht werden.

Kassen müssten eine Option haben, die Sicherstellung für HZV-Versicherte auch in der fachärztlichen und Krankenhausversorgung zu übernehmen. Die Selektivvertragsakteure sollen im Bundesausschuss repräsentiert sein.

Das KBV/ABDA-Konzept zur wirkstoffbezogenen Arzneiauswahl durch Apotheker wird abgelehnt. AOK-Vize Christopher Hermann kritisierte den GKV-Spitzenverband als "Bewahrer des Alt-Systems".

Dort habe sich eine "Koalition der Unwilligen" zusammengefunden. Für Hausarztverbandschef Ulrich Weigeldt ist Baden-Württemberg "die Blaupause ... für einen zweiten Weg der Regelversorgung."

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Frauenärztin und Aufklärerin auf Instagram

Dr. Annika Schauer: Gynfluencerin und Wies’n-Kellnerin

Lesetipps
Eine ältere Frau bekommt eine Impfung in den rechten Oberarm.

© David Pereiras / Stock.adobe.com

RCTs und Real-World-Evidenz

Wie gut die RSV-Impfung bei Erwachsenen wirkt – und ankommt