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Hinweis auf gefährdete Patientenversorgung

Hausärzte in Baden-Württemberg starten Protestwoche: Wartezimmer halb gesperrt wegen Sparplänen

Hausarztpraxen in Baden-Württemberg protestieren mit gesperrten Wartezimmerplätzen gegen Sparpläne. Der Verband warnt: Die geplanten Kürzungen könnten die Versorgung verschlechtern.

Veröffentlicht:
Wartezimmer in einer Zahnarztpraxis

Jeder zweite Platz im Wartezimmer soll in Baden-Württemberg frei bleiben. So wollen Hausärztinnen und Hausärzte in dieser Woche protestieren.

© Jochen Tack / imageBROKER / picture alliance

Stuttgart. Mit gesperrten Wartezimmerplätzen wollen Hausarztpraxen in Baden-Württemberg ein Zeichen setzen. Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband (HÄV) ruft seine Mitglieder zu einer Protestwoche gegen die Sparpläne der Bundesregierung auf.

In Praxen im ganzen Land soll in dieser Woche jeder zweite Sitzplatz im Wartezimmer frei bleiben. Der Verband sieht die hausärztliche Versorgung durch die geplanten Kürzungen gefährdet. Die Aktion sei Teil einer bundesweiten Protestkampagne, teilte die Co-Landesvorsitzende Susanne Bublitz in Stuttgart mit.

Ärger über Abschlag-Pläne bei HZV

Der Verband moniert besonders die nach seinen Angaben im Gesetzentwurf enthaltene sogenannte Fixkostendegression für die Hausarztzentrierte Versorgung (HZV): Praxen, die neue Patientinnen und Patienten in die HZV einschreiben, sollen dafür finanzielle Abschläge erhalten. Wer mehr Menschen koordiniert versorgte, werde dafür bestraft. Der HÄV warnte vor einer schlechteren Versorgung der Patienten.

Geplant ist außerdem eine bundeweite E-Mail Aktion, bei der Patientinnen und Patienten sich an ihre jeweiligen Bundestagsabgeordneten wenden können. Dafür sollen die knapp 50.000 Hausarztpraxen in Deutschland Plakate und Informationsmaterial zugeschickt bekommen. In einem Muster-Text für die E-Mails heißt es unter anderem: „Bereits jetzt arbeitet meine Praxis ständig am Limit. Durch die nun geplanten Kürzungen wird sich die Situation weiter verschärfen.“(dpa)

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