Hilfsmittel für Kinder - Plädoyer für hohe Qualität

ESSEN (ras). In Deutschland werden jährlich etwa 9000 behinderte Kinder mit Hilfsmitteln versorgt. Für viele Kinder ist die sach- und fachgerechte Unterstützung durch bestmögliche Hilfsmittel die einzige Möglichkeit, um ein eigenständiges Leben zu führen.

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Trotzdem werden Verordnungen oft in Frage gestellt oder gar als Luxus abgestempelt. Dies haben Mitglieder der Internationalen Fördergemeinschaft Kinder- und Jugendrehabilitation rehaKIND e.V. und die Teilnehmer einer bundesweiten Fachtagung in Essen kritisiert. Gerade bei Kindern seien die spezifische Behinderung und die persönlichen Einschränkungen besonders zu berücksichtigen. Deshalb benötigten sie aufgrund ihres Wachstums individuell angepasste Hilfsmittel, um Fehlentwicklungen zu vermeiden.

Daher sei auch die enge Kooperation mit einem kompetenten Leistungserbringer unabdingbar. Dies hat auch der Gesetzgeber im Paragraf 127 Absatz 1 SGB V berücksichtigt und die Kostenträger verpflichtet, die Qualität der Hilfsmittel sowie die notwendige Beratung der Versicherten sicherzustellen.

Um dies auch in Zukunft zu gewährleisten, fordert rehaKIND im so genannten Essener Appell dazu auf, die Individualität bei der Hilfsmittelversorgung von Kindern stärker als bisher bei der Erstattungspraxis zu berücksichtigen. Die Herstellung und Abgabe von Kinderreha-Hilfsmitteln dürfe deshalb auch nur durch zertifizierte Leistungserbringer erfolgen, fordert die Fördergemeinschaft Kinder- und Jugendrehabilitation.

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