Hohe Erwartung der Ärzte an Schwarz-Gelb

BERLIN (HL). Nach dem deutlichen Wahlsieg der FDP, der nun eine konservativ-liberale Koalition ermöglicht, erwarten Ärzte und ihre Organisationen auch eine Wende in der Gesundheitspolitik: vor allem, dass eine "neue Vertrauenskultur im Gesundheitswesen begründet wird", wie Bundesärztekammer-Präsident Jörg Hoppe sagte.

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Die Erwartungen der Ärzte an Schwarz-Gelb sind hoch.

Die Erwartungen der Ärzte an Schwarz-Gelb sind hoch.

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Sicherung der Freiberuflichkeit, der Therapiefreiheit und der Versorgungsqualität, eine neue Ordnung für den Wettbewerb zwischen Körperschaften und Verbänden, aber Deregulation in einem hochbürokratischen Gesundheitswesen - das sind Erwartungen, die am Montag von Organisationen der Ärzte und der Arzneimittelhersteller artikuliert wurden.

Niedergelassene Ärzte setzen auf eine deutlich stärkere Rolle der FDP in der neuen Bundesregierung. Nach Umfragen der "Ärzte Zeitung" wurde der liberalen Partei noch vor der Union der Vorzug gegeben.

Nach einer Online-Umfrage des MKM-Marketinginstituts (Lenggries) unter niedergelassenen Ärzten - bis zum Montagmittag wurden rund 450 Antworten ausgewertet - erwarten 50 Prozent, dass die neue Bundesregierung grundlegende Reformen im Gesundheitswesen vornehmen wird. Von dem Wechsel der Koalition erhoffen sich viele niedergelassene Ärzte eine Verbesserung ihrer Situation: 39 Prozent sind dieser Überzeugung, 52 Prozent gehen von keiner Veränderung aus, nur neun Prozent glauben an eine Verschlechterung.

Der Abwärtssog der SPD hat auch Ulla Schmidt getroffen: Sie verlor ihr Direktmandat an den MB-Vorsitzenden Rudolf Henke.

Lesen Sie dazu auch: Nach der Bundestagswahl: FDP im Koalitionspoker unter Druck Schwarz-Gelb kommt, Merkel bleibt - was heißt das für die Gesundheitspolitik? Ex-Superminister sieht GKV am Scheideweg Ulla Schmidt verliert gegen Chef des Marburger Bundes, Rudolf Henke Henke gegen Schmidt: Gewinnen, aber fair

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