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Berlin

IV-Vertrag auch für Krebspatienten

Das Polikum Charlottenburg und die TK haben ihren Vertrag zur Integrierten Versorgung nach § 140a SGB V um ein psychoonkologisches Modul erweitert.

Veröffentlicht:

BERLIN. Die Techniker Kasse und das Polikum Charlottenburg weiten ihren IV-Vertrag aus. Hintergrund für die Vertragserweiterung ist die Erkenntnis, dass an Krebs erkrankte Patienten oft unter Depressionen oder anderen psychischen Beschwerden leiden.

Nach einer Studie der Unikliniken Hamburg und Leipzig benötigt jeder dritte Krebspatient seelische Hilfe.

Am häufigsten sind die Menschen von Angstattacken, Anpassungsschwierigkeiten und Depressionen betroffen.

Das Ziel des psychoonkologischen Angebots von TK und Polikum ist, nicht nur die Patienten, sondern auch ihre Angehörigen bei der Krankheitsverarbeitung zu unterstützen, klinisch relevante Komorbiditäten rechtzeitig zu erkennen, soziale Ressourcen zu stärken und für eine Verbesserung der Lebensqualität die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben aufrecht zu erhalten.

Dafür sieht das Modul Beratungen, Kriseninterventionen, Psychoedukationen und psychotherapeutische Maßnahmen vor. Neben Einzel- gibt es auch Familiensitzungen. Tumorpatienten können das Angebot in jeder Phase der Erkrankung nutzen.

Das Polikum hat sich im Rahmen des Vertrags zu einer schnellstmöglichen Terminvergabe verpflichtet. Innerhalb von fünf Werktagen Tagen sollen Patienten einen Termin zum Erstgespräch bekommen und im Zeitraum von 14 Tagen einen Folgetermin erhalten.

"Für Patienten mit einer Krebserkrankung ist Hoffnung eine der allerwichtigsten Ressourcen. Genau diese Hoffnung zu erhalten, ist ein elementares Anliegen", sagte Dr. Frank Schoeneich, Leiter des Psychotherapeutischen Zentrums des Polikums bei der Vorstellung des Moduls.

"Eine nicht behandelte psychische Störung kann im schlimmsten Fall den Therapieerfolg gefährden", so Anja Mädrich von der TK Berlin. (juk)

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