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DAK-Report

Immer mehr junge Mädchen leiden an Essstörungen

Die Zahl der Krankenhausbehandlungen von Mädchen wegen Essstörungen ist innerhalb von zwei Jahren um 40 Prozent nach oben gegangen. Auch andere psychische Krankheiten haben wohl zugenommen.

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Vor allem Mädchen im Teenageralter sind von Essstörungen betroffen.

Vor allem Mädchen im Teenageralter sind von Essstörungen betroffen.

© Ute Grabowsky/photothek/picture alliance

Hamburg. Die Corona-Pandemie hat nach Angaben der DAK-Gesundheit erhebliche Folgen für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Im Jahr 2021 stiegen Depressionen und Essstörungen bei Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren weiter an, teilte die Krankenkasse am Freitag bei der Veröffentlichung ihres Kinder- und Jugendreports in Hamburg mit. Vor allem Mädchen im späten Teenageralter litten massiv unter den Auswirkungen der Pandemie.

So habe sich der Anteil junger Patientinnen mit Essstörungen 2021 um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erhöht, erklärte die DAK-Gesundheit. In Relation zu 2019 seien die Krankenhausaufenthalte 2021 bei Essstörungen sogar um 40 Prozent gestiegen. Zudem seien Mädchen von 15 bis 17 Jahren fünfmal öfter wegen Depressionen, dreimal häufiger wegen Angststörungen und 2,5-mal öfter aufgrund von emotionalen Störungen in Kliniken behandelt worden.

Depressionen und Angststörungen häufiger diagnostiziert

Ähnliche Tendenzen habe es auch bei den Schulkindern im Alter zwischen zehn und 14 Jahren gegeben. Hier hätten vor allem stationäre Behandlungen aufgrund von Depressionen (plus 27 Prozent), Angststörungen (plus 25 Prozent) und Essstörungen (plus 21 Prozent) zugenommen.

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Der aktuelle Report zeige, wie sehr Jungen und Mädchen in der Pandemie leiden, sagte der Vorstandschef der DAK-Gesundheit, Andreas Storm: „Der starke Anstieg bei Depressionen oder Essstörungen ist ein stiller Hilfeschrei, der uns wachrütteln muss.“ Er forderte, dem Thema Kinder- und Jugendgesundheit mehr Gewicht zu geben.

Die geplante Einrichtung einer Enquete-Kommission durch den Deutschen Bundestag sei der richtige Weg, um die Probleme weiter zu analysieren, und noch in dieser Legislaturperiode erste Konsequenzen umzusetzen. „Es geht um die gesundheitliche Zukunft einer ganzen Generation“, betonte Storm.

Für den Report untersuchten den Angaben zufolge Wissenschaftler unter anderem der Universität Bielefeld anonymisierte Abrechnungsdaten von rund 800.000 Kindern und Jugendlichen im Alter bis 17 Jahren, die bei der DAK-Gesundheit versichert sind. Analysiert wurden die Jahre 2019 bis 2021. (KNA)

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