Krankenkassen

"In 15 Jahren gibt es nur noch einen Markt"

BERLIN (ble). Die Trennung des Gesundheitssystems in einen PKV- und einen GKV-Zweig wird es in 15 Jahren nicht mehr geben. Davon ist zumindest Franz Knieps, Leiter der Abteilung Krankenversicherung im Bundesgesundheitsministerium, überzeugt.

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Die Würfel zu einem einheitlichen Versicherungssystem sind seiner Ansicht nach bereits gefallen. Offen seien "nur Details und Geschwindigkeit", auf dem Weg dorthin, sagte Knieps auf einem Symposium von Bundesärztekammer und dem Verband der Privatärztlichen VerrechnungsStellen.

Als Gründe führte er die demografische Entwicklung und begrenzte Mittel an. Hinter vorgehaltener Hand räumten PKV-Manager schon heute ein, dass viele ihrer Produkte defizitär seien und durch andere Sparten subventioniert werden müssten. "Ich nehme jede Wette an, dass wir in 15 Jahren einen vollständig anderen Versicherungsmarkt haben werden, als das heute der Fall ist", so Knieps abschließend.

Dagegen forderte der Chef des PKV-Marktführers Debeka, Uwe Laue, den Erhalt des Systems. Er warnte vor einem Abbau des Leistungsumfangs in einem einheitlichen Markt: "Ohne den Wettbewerber PKV hat es die Politik in der Hand, den Leistungsstandard in der Medizin frei zu definieren." Anders als die GKV sei die PKV über den Aufbau individueller Rückstellungen generationengerecht, so Laue weiter.

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