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DRG-Auswertung

In Kliniken hat fast jeder Fünfte Diabetes

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Berlin. 18 Prozent der Patienten über 20 Jahre, die von 2015 bis 2017 stationär behandelt wurden, hatten (auch) eine Diabetes-Diagnose. Das hat eine Arbeitsgruppe an der Universität Ulm durch Auswertung der DRG-Statistiken ermittelt. Der Anteil von Männern war mit 19,7 Prozent deutlich höher als der von Frauen (14,8 Prozent) (Preprint; DOI: 10.3238/arztebl.m2021.0151).

Die Gruppe um Studienautorin Marie Auzanneau hat dabei die Häufigkeit der verschiedenen Diabetes-Typen untersucht. Von den im Mittel jährlich 16,5 Millionen stationär aufgenommenen Patienten waren demnach 3,1 Millionen an Diabetes erkrankt, 2,8 Millionen an Typ-2-Diabetes. Damit habe die Prävalenz des Diabetes unter Klinikpatienten doppelt so hoch gelegen wie in der Allgemeinbevölkerung. Dies sei Zeichen der hohen Morbidität durch Diabetes-Komplikationen. Die besonders hohe Verweildauer und Sterblichkeit dieser Gruppe unterstreiche zudem den hohen Versorgungsbedarf von immer älter werdenden multimorbiden Diabetespatienten.

Weil die ermittelten Fallzahlen deutlich höher liegen als in bisher publizierten Statistiken, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass viele Diabetes-Patienten bisher nicht erfasst wurden, weil nur die Hauptdiagnose Diabetes gezählt wurde. Professor Andreas Fritsche, Sprecher der Kommission Epidemiologie und Versorgungsforschung der Deutschen Diabetes Gesellschaft, sieht die Gesamtzahl stationärer Diabetespatienten bisher massiv unterschätzt. (fst/eis)

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