Initiative macht sich für "Senioren Check-ups" stark

MÜNCHEN (sto). In München hat sich eine Initiative "Senioren Check up" zusammengefunden. Sie hat das Ziel, für Menschen am Ende ihres Berufslebens standardisierte Vorsorgeuntersuchungen ähnlich wie bei Kindern und Jugendlichen zu etablieren.

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Zwar nehmen ältere Menschen die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen durchaus wahr, berichtete Dr. Volker Lichti, Mitglied im Vorstand der Ärztlichen Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Geriatrie in Bayern (AFGiB). Es gebe aber keinen umfassenden Vorsorgeplan, mit dessen Hilfe die bei Älteren typischerweise auftretenden Krankheiten rechtzeitig erkannt und dann auch behandelt werden können.

Zu einem solchen Vorsorgeplan sollte die Beurteilung des Allgemein- und Ernährungszustandes sowie der Sinnesorgane, die Erfassung von Risikofaktoren und des Impfstatus ebenso gehören wie die Krebsvorsorge, eine Gesundheitsberatung sowie medikamentöse Prophylaxe.

Entsprechende Vorsorgeuntersuchungen, die bestehende Einzelleistungen aus dem GKV-Leistungskatalog systematisch bündeln, sollten in erster Linie von Hausärzten vorgenommen werden.

Mit dem "Senioren Check up" könnten Krankheiten, die in diesem Alter gehäuft auftreten, rechtzeitig erkannt werden, so dass eventuelle teuere Folgeerkrankungen, aber auch unnötige Behandlungen, vermieden werden können, erklärte Lichti.

Erfahrungen aus den USA mit regelmäßigen Gesundheitsuntersuchungen für ältere Menschen hätten gezeigt, dass dadurch erhebliche Ausgaben vermieden werden können. In der Initiative "Senioren Check up", beteiligen sich auch Vertreter des Bayerischen Hausärzteverbandes und des Hartmannbundes sowie der Krankenkassen.

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