Berufspolitik

Internisten gegen Gleichsetzung mit Quereinsteigern

BERLIN (af). Ihre Qualifikationen wollen die Internisten in der hausärztlichen Versorgung angemessen vergütet wissen. Eine Gleichsetzung der in der Versorgung tätigen Internisten und Allgemeinärzte mit Quereinsteigern aus nicht internistischen Fächern lehnt der Bundesverband Deutscher Internisten ab, sagte Verbandschef Dr. Wolfgang Wesiack beim 4. Deutschen Internistentag in Berlin.

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Der vom Ärztetag in Kiel "hoffähig" gemachte "Hausarzt light" sei bereits da. Ob die Zugangsbeschränkung der dritten Hausarztgruppe auf zwei Jahre Bestand haben werde, zweifelten Sprecher des Internistenverbandes an.

Der Entwicklung müssten die Ärzte mit Phantasie begegnen, forderte Wesiack. Dem "Hausarzt light" sollten sie den "Hausarzt heavy" entgegen stellen.

Und das könne nur der Internist sein. Dieses Gewicht müsse sich dann auch in einer höheren Vergütung widerspiegeln, sagte Wesiack.

Modulare Weiterbildung berufspolitisch bedenklich

Dass sich zusätzlich weitere Arztgruppen an der hausärztlichen Versorgung schadlos halten könnten, bereitet den Internisten Sorge. Die modulare Weiterbildung sei berufspolitisch bedenklich.

Indem sie die Module nutzten, könnten Mitglieder anderer Verbände Patientenverschiebungen von den Hausärzten weg auslösen, nur weil sie eine technische Leistung zu erbringen gelernt hätten, warnten Teilnehmer des Internistentages.

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