Gesundheitspolitik international

Irland verfehlt Adipositas-Strategie

DUBLIN (ast). Irische Hausärzte des staatlichen Gesundheitsdienstes fühlen sich oft "überfordert" bei der Behandlung von Patienten mit Übergewicht und Adipositas.

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Darauf haben Sprecher hausärztlicher Berufsverbände in Dublin hingewiesen. Die Ärzteschaft verlangt von Gesundheitsministerin Mary Harney mehr Anstrengungen, um einen 2005 aufgestellten Katalog, in dem konkrete Zielvorgaben im Kampf gegen Übergewicht und Adipositas gemacht werden, in die Tat umzusetzen.

Nach Angaben des irischen Ärztebundes (Irish Medical Organisation, IMO) hat sich die Zahl der übergewichtigen oder adipösen Patienten in den vergangenen beiden Jahrzehnten "mehr als verdoppelt".

Zwar ließ die Regierung bereits vor drei Jahren einen Lagebericht mit dem Titel "National Taskforce on Obesity" erstellen. Darin werden 93 Anregungen gegeben, wie ernährungsbedingte Krankheiten bekämpft werden können.

Harney musste allerdings vor dem Parlament einräumen, dass weniger als 20 dieser Empfehlungen bislang tatsächlich umgesetzt worden sind.

Im Gesundheitsetat seien dafür "rund drei Millionen Euro" eingestellt. Hausärzte halten das für zu wenig. Die IMO verlangt, den Kampf gegen Übergewicht zur "Priorität Nummer eins" zu machen.

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