Arzneimittelpolitik

Jeder Fünfte arbeitet für Innovation

FRANKFURT (HL). Jeder fünfte Mitarbeiter von forschenden Arzneiunternehmen arbeitet in der Forschung. Dafür haben die Unternehmen im vergangenen Jahr 5,22 Milliarden Euro ausgegeben - 4,4 Prozent mehr als 2008.

Veröffentlicht:

Angesichts der Kostendämpfungspläne von Bundesgesundheitsminister Rösler mit einem von sechs auf 16 Prozent erhöhten Rabatt seien stabile Rahmenbedingungen für die Forschung allerdings in Gefahr, warnte der Vorsitzende des Verbandes der Forschenden Arzneimittelhersteller (vfa), Dr. Wolfgang Plischke, gestern bei der Vorstellung der Branchendaten in Frankfurt. Er sieht den erhöhten Rabatt, der für Arzneimittel ohne Festbetrag gilt, als Strafsteuer auf Innovationen. Eine Stärkung des Vertragswettbewerbs, wie dies ursprünglich von Rösler angestrebt worden war, werde damit verhindert. Die massiven Markteingriffe schadeten dem Investitionsstandort Deutschland.

Grundsätzlich scheint sich die Branche auf Einschnitte einzustellen, sie fordert aber eine Abmilderung. So solle der Stichtag für das Preismoratorium möglichst an dessen Inkrafttreten liegen. Eine "schnellstmögliche Stärkung des Vertragswettbewerbs" soll die von der Koalition vorgesehenen "Zwangsmaßnahmen" - gemeint ist der erhöhte gesetzliche Rabatt - ersetzen. Insgesamt erwirtschafteten die vfa-Unternehmen im vergangenen Jahr einen Umsatz von 38 Milliarden Euro. Das sind 3,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Exportquote nahm um einen Prozentpunkt auf 54 Prozent zu.

Mehr zum Thema

Corona-Vakzine

Flexiblerer Einsatz des BioNTech/Pfizer-Impfstoffs in USA

change4RARE

Orphan Diseases: Licht und viel Schatten

Kooperation | In Kooperation mit: Alexion Pharma Germany
Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Computer-Darstellung eines Kolorektalkarzinoms. An den Folgen eines solchen Karzinoms sterben jedes Jahr in Deutschland etwa 25.000 Menschen.

Darmkrebsmonat März

Die Wucht der Vorsorge-Koloskopie