Berufspolitik

KV Bayerns nennt Anzeigenkampagne "abenteuerlich"

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MÜNCHEN (sto). Die Anzeigenkampagne des Bayerischen Hausärzteverbandes (BHÄV) in mehreren bayerischen Tageszeitungen hat bei der KV Bayerns (KVB) heftige Kritik ausgelöst. Der Verband hatte seinen Mitgliedern empfohlen, "aus dem korrupten Zwangssystem" der KV auszuscheiden.

Würde es sich bei der KV wirklich um ein korruptes System handeln, hätte Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder als Rechtsaufsicht schon längst eingegriffen, sagte KVB-Vize Dr. Gabriel Schmidt.

Die "haltlosen Unterstellungen", die BHÄV-Chef Dr. Wolfgang Hoppenthaller in dem "Offenen Brief" an Ministerpräsident Horst Seehofer formuliert habe, seien "eine Beleidigung sowohl für alle in der Selbstverwaltung tätigen Ärzte und Psychotherapeuten als auch für die Mitarbeiter der KVB", erklärte Schmidt.

Zugleich zeigte sich Schmidt erstaunt, "wie hartnäckig Hoppenthaller seinen eigenen Beitrag zum angeblich ruinösen KV-System verleugnet". Mehr als zehn Jahre lang sei Hoppenthaller im Vorstand der KVB tätig gewesen, bevor er bei der letzten Vorstandswahl unterlag und daraufhin seine berufspolitischen Aktivitäten auf die Verbandsebene verlagerte.

"Abenteuerlich" sei es, so Schmidt, dass Hoppenthaller nun bei den bevorstehenden Wahlen zur Vertreterversammlung der KVB erneut als Spitzenkandidat des BHÄV antrete. "Die erneute Kandidatur Hoppenthallers um ein Amt in der KVB ist absurd angesichts seiner Aufforderung an die bayerischen Hausärzte, aus dem KV-System auszusteigen", sagte Schmidt.

Inhaltlich falsch sei die Aussage von einer praktisch am Boden liegenden hausärztlichen Versorgung. Die Sicherstellung auch der hausärztlichen Versorgung liege bei der KV in guten Händen.

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