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KV Niedersachsen sieht Sparvorgaben gefährdet

HANNOVER (cben). Die KV Niedersachsen hat ihre Mitglieder auf steigende Verordnungskosten aufmerksam gemacht. Das Sparziel im Nordwesten sei in Gefahr.

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Mit der Entwicklung droht die Sparvereinbarung, die im vergangenen Jahr als Ersatz für die Bonus-Malus-Regelung gut funktionierte und deshalb fortgesetzt wurde, hinfällig zu werden. Im Jahr 2007 haben Vertragsärzte bei den Verordnungen nicht wesentlich mehr zugelegt als im Bundesschnitt und haben auch das vereinbarte Ausgabenvolumen von 2,2 Milliarden Euro nicht überschritten. Das war der Preis dafür, dass die Ärzte nun keinen individuellen Malus zu fürchten haben.

Für 2008 haben Kassen und KV ein entsprechendes Paket geschnürt: Insgesamt 2,051 Milliarden Euro wurden für Arzneimittel vereinbart plus 3,5 Prozent Innovationszuschlag. Gleichzeitig wurden die individuellen Budgets um vier Prozent erhöht. Sollten Niedersachsens Ärzte unter dieser Marge bleiben, wird es für 2008 keine Richtgrößenprüfungen geben. Doch zur Zeit sieht es nicht danach aus.

Nach Angaben der ABDA betrug die Kostensteigerung bei den Verordnungen in Niedersachsen im Januar 8,5 Prozent, im Februar waren es sogar etwa elf Prozent. Damit liegen die Niedergelassenen im Februar deutlich über dem Bundes-Durchschnitt. Aufgrund der Osterfeiertage ergab sich im März ein Minus von 6,9 Prozent. Auf Bundesebene sanken die Ausgaben aber noch stärker, und zwar um 10,14 Prozent. Laut ABDA-Prognose werde das Ausgabenvolumen auf Bundesebene in diesem Jahr um 0,49 Prozent sinken, erklärte Uwe Köster von der KVN, aber in Niedersachsen um 3,82 Prozent steigen.

"Wir sind alarmiert, aber wir wissen auch, dass wir die Grenze mit etwas Glück einhalten können", hieß es bei der KV in Hannover. Falls das nicht geschieht, müssten die Kollegen von Richtgrößenprüfungen ausgehen, so die KV.

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