KV-Wahl: "Hamburger Allianz" stärkste Kraft

Die Beteiligung an der KV-Wahl ist um drei Punkte gesunken. Die Hausärzteverbands-Liste entsendet sieben statt bisher fünf Delegierte.

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HAMBURG. Die "Hamburger Allianz" bleibt stärkste der insgesamt acht Listen in der neuen Vertreterversammlung der KV Hamburg. Die von Dr. Dirk Heinrich angeführte Liste erhielt elf der 30 Mandate und damit eines weniger als bei der vorangegangenen Wahl.

Sieben Sitze entfallen künftig auf die Liste des Hausärzteverbandes (2010: fünf). Die freien Hausärzte (drei) gingen leer aus.

Heinrich ist Vorsitzender der Hamburger VV, in der er eine "weitgehend konfliktfreie Zusammenarbeit" beobachtet hat. Der "ruhige, lösungsorientierte Arbeitsstil" sei auch von den KV-Mitgliedern wahrgenommen und honoriert worden, sagte Heinrich nach der Wahl.

Kehrseite aus seiner Sicht: Die Wahlbeteiligung sank von 57 auf 54 Prozent bei den Ärzten.

Selbst gestecktes Ziel nicht erreicht

Damit hat die KV Hamburg ein erklärtes Ziel nicht erreicht: Im Vorwege hatte die Körperschaft für eine starke Wahlbeteiligung geworben, insbesondere wegen der Geschehnisse in der KBV hatte man sich davon in der Hansestadt ein starkes Signal für die ärztliche Selbstverwaltung erhofft.

Besser, aber ebenfalls rückläufig die Wahlbeteiligung bei den psychologischen Psychotherapeuten, bei denen diesmal 61 statt 68 Prozent ihre Stimme abgaben. Für die psychologischen Psychotherapeuten sind drei der insgesamt 30 Mandate in der Vertreterversammlung reserviert. Ebenfalls drei Vertreter stellen die ärztlichen Psychiater und Psychotherapeuten um Listenführer Dr. Hans Ramm.

Die Freie Ärzteschaft, die derzeit mit Dr. Silke Lüder die stellvertretende VV-Vorsitzende stellt, errang genauso wie das Netzwerk um Dr. Torsten Hemker zwei Mandate.

Jeweils einen Sitz erhielten die Pädiater und die "kooperative Liste". Diese zieht erstmals in die Vertreterversammlung ein; sie vertritt vor allem die Interessen der angestellten und in größeren Versorgungseinheiten arbeitenden Vertragsärzte.

Die neue VV tritt am 2. Februar 2017 erstmals zusammen. (di)

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