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Hessen

Kammerwahl — junge Ärzte mit eigener Liste

Bei der Kammerwahl in Hessen konkurrieren über 650 Kandidaten um 80 Sitze. Erstmals mit eigener Liste dabei: die jungen Ärzte.

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FRANKFURT/MAIN. In Hessen ist die Kammerwahl angelaufen: Noch bis zum 6. Juni sind die rund 36.500 hessischen Ärzte aufgerufen, die 80 Delegierten in der Kammerversammlung zu wählen. Insgesamt stellen sich auf elf Listen 659 Ärztinnen und Ärzte zur Wahl. Ein Novum ist die Liste der "Jungen Ärzte".

Diese besteht zwar nur aus sechs Kandidaten, aber dennoch setzen die jungen Mediziner damit ein eindeutiges Zeichen: Sie wollen die Rahmenbedingungen für ihre künftige Arbeit aktiv mitgestalten und vor allem "die Interessen der jungen Ärztinnen und Ärzte wieder in den Fokus unserer Ärztekammer rücken", heißt es auf dem Infoblatt zur Kammerwahl.

Hauptschwerpunkt für die "Jungen Ärzte" ist die Weiterbildung: Diese solle künftig praxisorientierter angelegt sein und klaren Regelungen folgen, so der Wunsch. Neben realistischen Richtzahlen geht es den Nachwuchsmedizinern vor allem um eine eindeutige Festlegung von Rechten und Pflichten der Weiterbildungsassistenten.

Zusätzlich fordern sie eine regelmäßige Evaluation und setzen sich für das eLogbuch ein, das der Deutsche Ärztetag in Erfurt auch für die Novelle der (Muster-)Weiterbildungsordnung beschlossen hat. Die "Jungen Ärzte" wollen aber auch für familienfreundlichere Modelle in Weiterbildung und den ersten Facharztjahren eintreten.

Die Hausarztliste geht mit 80 Kandidaten ins Rennen, die Facharztliste mit 105. Bei der vergangenen Wahl im Jahr 2013 wurden die hessischen Fachärzte mit 22 Sitzen stärkste Kraft. (reh)

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