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Kassen-Streit auf dem Rücken der Ärzte

MAGDEBURG (ua). Der Verband der Ersatzkassen in Sachsen-Anhalt (vdek) hält im Streit um Regressforderungen gegen 502 Ärzten an seiner Position fest und sieht die Primärkassen am Zug.

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Die Ersatzkassen fordern insgesamt 17 Millionen Euro zurück. Dieser Betrag resultiere aus Impfleistungen der Jahre 2008 bis 2010 und sei ein Ergebnis von Fehlbuchungen.

Ärzte hatten Leistungen anstatt den Primärkassen den Ersatzkassen zugeordnet, so der vdek. Ein Gespräch im Landesgesundheitsministerium Anfang der Woche habe noch keine Lösung ergeben, so vdek-Sprecher Volker Schmeichel.

Die KV-Vertreter hatten die Kassen aufgefordert, untereinander einen Ausgleich vorzunehmen und sehen die Ärzte außen vor. Der vdek ist anderer Auffassung: "Der Arzt muss bei Abrechnung und Zuordnung von Leistungen richtig überlegen", so der Sprecher.

AOK: "Für Regressforderungen sind die Ersatzkassen verantwortlich"

Die Ersatzkassen sehen die Primärkassen in der Pflicht, Ausgleichszahlungen zu leisten. "Schließlich sind sie es gewesen, die von der falschen ärztlichen Zuordnung des Impfstoffes finanziell profitiert haben", sagt Schmeichel.

Davon will die AOK Sachsen-Anhalt nichts wissen. "Für die Regressforderungen sind allein die Ersatzkassen verantwortlich", erklärt die AOK. Das Gesundheitsministerium dringt auf eine schnelle Klärung: "Dafür brauchen wir Ruhe und keine Schuldzuweisungen", so Sprecher Holger Paech.

Irritiert zeigt sich der vdek zudem über die die "einseitige Kündigung der Impfvereinbarung" durch die KV. Demnach müssen Patienten ab kommendem Jahr in Vorkasse gehen, wenn sie sich impfen lassen möchten.

Mathias Tronnier, Geschäftsführender Vorstand der KV, verteidigt die Kündigung: "Die Ärzte erhalten 5,60 Euro für die Impfleistung, werden aber mit etwa 20 Euro - auch für den Impfstoff - in Regress genommen. Davor müssen wir die Ärzte schützen."

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