Kassen sollen Spendeausweis verschicken

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HAMBURG (di). Die Delegiertenversammlung der Ärztekammer Hamburg fordert gesetzliche und private Krankenkassen in einer Resolution auf, bei der Versendung der Krankenversicherungskarte eine Aufklärung über Organspenden und den Vordruck eines Spendeausweises zu verschicken.

Die Delegierten sehen darin eine leichter umsetzbare Lösung als die von vielen Bürgern geforderte Widerspruchslösung. Bei dieser von einigen europäischen Ländern angewandten Regelung dürfen die Organe entnommen werden, wenn der Patient dies nicht ausdrücklich untersagt und dokumentiert hat.

"Vielleicht würden so mehr Menschen über diese sicher schwierige Frage nachdenken - vielleicht auch vor dem Hintergrund, dass man jederzeit selber auf das Organ eines anderen Menschen angewiesen sein könnte", sagte Hamburgs Kammerpräsident Dr. Frank Ulrich Montgomery.

Weil Deutschland im europäischen Vergleich mit 14,6 Organspendern pro einer Million Einwohner im unteren Drittel liegt, sind nach seiner Ansicht Überlegungen erforderlich, wie einerseits die Spendenbereitschaft, andererseits die strukturellen Bedingungen für Transplantationen verbessert werden können.

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