Sachsen

Kassen zahlen für VERAH & Co.

Hausärzte in Sachsen können ab sofort eine Praxisassistentin beschäftigen - und die Leistungen abrechnen.

Veröffentlicht:

DRESDEN. Kassen und KV in Sachsen haben sich im Rahmen ihrer Verhandlungen zur Gesamtvergütung darauf geeinigt, auch im Freistaat - ähnlich dem AGNES- oder VERAH-Modell - nichtärztliche Praxisassistenten in Hausarztpraxen zu ermöglichen.

Diese sollen die Ärzte mit Arbeiten außerhalb der Praxis entlasten, speziell bei chronisch kranken Patienten, teilten Kassen und KV in einer gemeinsamen Erklärung mit. "Sie übernehmen Hausbesuche, bei denen ein direkter Arztkontakt medizinisch nicht erforderlich ist."

Zu den Leistungen gehören das Anlegen von Langzeit-EKGs, Blutdruckmessungen und das Bestimmen von Laborparametern. Die Fortbildung zum Praxisassistenten dauert nach derzeitigem Stand mehrere Monate, ab sofort kann jeder sächsische Hausarzt eine solche Praxisassistentin beschäftigen und entsprechende Leistungen abrechnen.

In den vergangenen Jahren hat vor allem die Versorgungsassistentin VERAH starken Zulauf verzeichnet. Ende vergangenen Jahres hatten bundesweit 4600 Fachangestellte die entsprechende 200-stündige Fortbildung absolviert.

Bei den Verhandlungen zur Gesamtvergütung wurden zudem Zuschläge für schmerztherapeutische Leistungen, psychotherapeutische Gesprächsleistungen, Nachtdialysen und Kinderneupatienten im Zusammenhang mit der U3-Früherkennungsuntersuchung vereinbart, detaillierte Informationen gab es dazu allerdings von den Verhandlungspartnern noch nicht.

Bereits im April hatten sich Kassen und KV auf eine Erhöhung der Gesamtvergütung um 56 Millionen Euro geeinigt. Das entspricht nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen einer Steigerung von 2,5 Prozent gegenüber 2013, womit auch die jetzt verkündeten Fördermaßnahmen bezahlt werden.

Zudem gibt es ab dem vierten Quartal dieses Jahres eine deutliche Anhebung der Vergütung für die Wegepauschalen, die Ärzte bei Hausbesuchen geltend machen können. (tt)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: AIO-KRK-0424/ass-Registerstudie: Leitlinienadhärenz

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5]

BRAFV600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie

Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pierre Fabre Pharma GmbH, Freiburg
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Muskuloskelettale Erkrankungen

Was bringt Kinesiotaping?

Asthma, COPD und Co.

Acht Fehler bei der Inhalationstherapie – und wie es richtig geht

Lesetipps
Ein Kardiologe verwendet einen Schlauch für die Radiofrequenzkatheterablation eines Patienten mit Vorhofflimmern.

© romaset / stock.adobe.com

Nach Katheterablation

Kontrolle von Risikofaktoren schützt vor Vorhofflimmern-Rezidiven

Eine Blutprobe zur Bestimmung von vier kardiovakulären Schlüsselmarkern.

© Henrik Dolle / stock.adobe.com

Verdacht auf Myokardinfarkt

Wenn erhöhte Troponine täuschen und es kein Herzinfarkt ist

Diabetischer Fuß mit Ulkus

© Brauer / stock.adobe.com

Innovative Therapieansätze

Mit Fischhaut gegen den diabetischen Fuß