Kommentar – AOK-Initiative

Klare Ansage an die Politik

Von Wolfgang van den BerghWolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

Es ist ein wichtiger Schritt, den die AOK mit ihrer Initiative „Stadt.Land.Gesund“ macht. „Wir brauchen mehr Spielraum für passgenaue regionale Versorgungslösungen“, lautet das ambitionierte Ziel für eine bessere ländliche Gesundheitsversorgung. Das ist sicherlich nicht ganz neu. Das Kluge daran ist nur: Im Mittelpunkt stehen keine zentralen Projekte, die am Reißbrett entwickelt werden, sondern man schaut auf bereits bestehende gut funktionierende Projekte und fördert diese. Dabei kommen auch neue Versorgungsformen zum Zug.

Das lässt sich die AOK in den kommenden beiden Jahren etwa 100 Millionen Euro kosten. Man mag darüber streiten, ob dieser Betrag für eine so große Kasse nicht auch etwas üppiger hätte ausfallen können. Viel wichtiger als die Förderhöhe ist das Signal, das von der Initiative ausgeht: Regionales Versorgungsengagement rechnet sich à la longue.

Die AOK reagiert auf die Interessen, die die Menschen vor Ort bewegen, wie die Forsa-Umfrage zeigt. Während die Politik noch darüber schwadroniert, ob 5G an jeder Milchkanne verfügbar sein muss, ist das Votum der Menschen eindeutig: Für sie steht an oberster Stelle eine gute Gesundheitsinfrastruktur mit dem Hausarzt an der Spitze. Das ist eine klare Ansage an Politik und Selbstverwaltung.

Lesen Sie dazu auch: Forsa-Umfrage: Ob Land oder Kleinstadt – ohne Arzt läuft’s nicht

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