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Antwort auf AfD-Anfrage

Klinik-Schließungen reißen keine Lücken in der Ba-Wü-Notfallversorgung

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STUTTGART. Die baden-württembergische Landesregierung ist Befürchtungen entgegengetreten, durch Schließungen von Krankenhäusern würde sich die Notfallbehandlung verschlechtern. In der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der AfD im Landtag verwies das Sozialministerium auf Daten der Stelle zur trägerübergreifenden Qualitätssicherung im Rettungsdienst (SQR-BW).

Danach belief sich die Prähospitalzeit in Baden-Württemberg im Jahr 2016 auf 46:11 Minuten im Median. Das Intervall umfasst dabei den Zeitraum vom Anruf in der Leitstelle bis zur Übergabe des Patienten ans Krankenhaus.

97,2 Prozent der Patienten könnten binnen 30 Minuten Fahrzeit zu einem Krankenhaus transportiert werden, das für die Notfallversorgung geeignet ist. Das habe eine Analyse des GKV-Spitzenverbands ergeben. Hintergrund der Befürchtungen ist die geplante gestufte Notfallversorgung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss.

628 Kliniken könnten demnach künftig keine Zuschläge für die Notfallversorgung mehr erhalten. Der Beschluss des GBA hat breite Kritik ausgelöst. Unterdessen unterliegt die Krankenhauslandschaft im Südwesten einem steten Wandel, was auch der hohen Verschuldung vieler Häuser geschuldet ist.

  • Kliniken in Lörrach, Rheinfelden und das St. Elisabeth-Krankenhaus sollen nach Fertigstellung eines Zentralklinikums ab vermutlich 2025 nicht weiterbetrieben werden.
  • Die Standorte Böblingen und Sindelfingen werden aufgegeben, wenn die Flugfeldklinik in Böblingen ab 2015 startet.
  • Die Standorte Möckmühl und Brackenheim sollen entfallen, wenn die Standorte Heilbronn und Bad Friedrichshall ab 2020 umgebaut sind.
  • Der Standort Künzelsau schließt, wenn in Öhringen ab 2023 ein Neubau startet. (fst)
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