Notfallambulanzen

Klinikärzte kritisieren Vergütung

Intensiv- und Notfallmediziner halten die Abklärungspauschale von 4,47/8,42 Euro für völlig unzulänglich.

Veröffentlicht: 03.07.2017, 10:02 Uhr

BERLIN. Die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin hält die zwischen KBV und GKV-Spitzenverband vereinbarte Pauschale, die zur Abklärung der Notwendigkeit eines stationären Aufenthalts durch die Notfallambulanzen von Kliniken gezahlt wird, für völlig unzureichend. Bezahlt werden könnten damit nur zwei Minuten Arbeitsaufwand. Tatsächlich müsse eine Pflegekraft den Patienten administrativ aufnehmen, eine kurze Anamnese erheben, Vitalparameter messen, die Befunde dokumentieren und den Patienten einem Arzt vorstellen, der – eventuell nach einer körperlichen Untersuchung, – die Entscheidung über die Art der Weiterbehandlung treffe, so Professor Reimer Riessen, der Präsident der Fachgesellschaft.

Beklagt wird, dass immer mehr Patienten die Notfallaufnahmen aufsuchten. Grundsätzlich müssten für die Notfallversorgung an der Schnittstelle zu ambulanter und stationärer Medizin neue Finanzierungsmodelle entwickelt werden. (HL)

Mehr zum Thema

Vier Millionen Meldungen

Klinische Krebsregister: Es läuft!

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Krebs im Alter: Nicht nur aufs Tumorstadium schauen!

Ganzheitliche Versorgung

Krebs im Alter: Nicht nur aufs Tumorstadium schauen!

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden