Berufspolitik

Kliniken und Vertragsärzte besser verzahnt

MÜNCHEN (sto). Krankenhäuser in Bayern wollen eine bessere Zusammenarbeit mit den Vertragsärzten. An einer engeren Verzahnung von ambulanter und stationärer Ver-sorgung führe kein Weg vorbei, erklärte der Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG), Siegfried Hasenbein.

Veröffentlicht: 25.06.2009, 05:00 Uhr
Kliniken und Vertragsärzte besser verzahnt

Gut versorgt werden - das erwarten Patienten.

© Foto: bilderboxwww.fotolia.de

"Die beschränkten finanziellen Mittel im Gesundheitswesen, die absehbare Personalknappheit vor allem im ärztlichen Bereich und nicht zuletzt die Möglichkeit, den Patienten eine Versorgung der kurzen Wege aus einer Hand anzubieten" seien zwingende Gründe für mehr Kooperation, erklärte Hasenbein bei einer Arbeitstagung der BKG im Klinikum Weiden, an der die Leiter der 35 bayerischen Großkliniken teilnahmen. Hasenbein bedauerte, dass die "derzeitig hitzige Auseinandersetzung um die Arzthonorare" eine sachliche Diskussion um Versorgungskonzepte der Zukunft verhindere.

Bei ihrer Arbeitstagung machten die Vorstände der 35 bayerischen Großkrankenhäuser nach Darstellung der BKG deutlich, dass man die niedergelassenen Ärzte als wichtigste Partner der Kliniken nicht verdrängen wolle, sondern ein sich ergänzendes Miteinander anstrebe. Die Patienten bevorzugten immer öfter eine fachübergreifende abgestimmte Behandlung. Besonders im ländlichen Raum seien Kooperationen notwendig, um eine flächendeckende fachärztliche Versorgung aufrechtzuerhalten, hieß es.

Zugleich kritisierten die Klinik-chefs die Umsetzung der jüngsten Krankenhausfinanzierungsreform. Die von der Bundesregierung Anfang des Jahres beschlossene Finanzhilfe sei bei den Krankenhäusern immer noch nicht angekommen.

Bereits am 2. April hätten sich die Spitzenverbände von Krankenkassen und Krankenhäusern auf Bundesebene darauf geeinigt, dass die Kliniken in diesem Jahr eine zusätzliche Erhöhung der Behandlungspreise um 2,08 Prozent erhalten. Damit sollte zumindest die Hälfte der in diesem Jahr überdurchschnittlich hohen Tarifsteigerungen ausgeglichen werden, teilte die Bayerische Krankenhausgesellschaft mit. In Bayern hätten die Krankenkassen dieser Erhöhung jedoch nicht zugestimmt.

Mehr zum Thema
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Sunface-App reduziert Solariumnutzung

Dermatologische Prävention

Sunface-App reduziert Solariumnutzung

Corona-Teststation mit technischen Tücken

COVID-19-Testcenter Tegel

Corona-Teststation mit technischen Tücken

Grüne und Linke drängen auf Finanzreform bei Pflege

Steigende Zuzahlungen

Grüne und Linke drängen auf Finanzreform bei Pflege

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden